Giftraupe befällt Eichen am Bikepark – Einstufung wird angepasst

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Schon vor Monaten haben Experten vor einer möglichen Giftraupen-Plage gewarnt. Jetzt hat es die Eichen am Bikepark erwischt. Offenkundig unerwartet, wie die Einstufung des Bereichs zeigt.

Heek

, 11.06.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Letztlich war es nur eine Frage der Zeit, bis in der Dinkelgemeinde die ersten Prozessionen und Gespinste des Eichenprozessionsspinners (EPS) auftauchen würden. Dass es dabei aber gleich mal die Eichen im vorderen Bereich des Bikeparks am Zak trifft, kam dann doch offenkundig überraschend. Eine kurzfristige Lösung des s musste her.

Rot-weißes Absperrband und ein großes Betreten-verboten-Schild zierten vergangene Woche den vorderen Teil des Bikeparks. Etliche Giftraupen krabbelten dort an den Eichen herum. Erste Gespinste waren ebenfalls zu erkennen. Eine akute Gefahr für die Gesundheit. Denn die Brennhaare der Raupen haben es in sich.

Die Brennhaare der Giftraupe sind tückisch

Zur Erinnerung: Die Haare der Raupe können eine allergische Reaktion auslösen. Unangenehmer Juckreiz, Hautentzündungen, Schwellungen wie bei einem Insektenstich können ebenso die Folge sein wie Augenreizungen und Bindehautenzündungen.

Der vordere Bereich des Bikeparks war wegen des Giftraupen-Befalls gesperrt.

Der vordere Bereich des Bikeparks war wegen des Giftraupen-Befalls gesperrt. © Markus Gehring

Werden Brennhaare eingeatmet, kann das zu einer Reizung der oberen Atemwege führen. Bei Menschen, die auch sonst Probleme mit Allergien haben, kann ein Kontakt auch zu Atemnot führen. Bronchitis, schmerzhafter Husten und Asthma können die Folge sein.

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Der Bereich galt bisher nicht als sensibel

Stellt sich die Frage, warum die Giftraupe am Bikepark überhaupt auftauchen konnte. Schließlich setzt die Gemeinde doch auch in diesem Jahr auf einen Abwehrmix, der in sensiblen Bereichen auch die präventive Behandlung der Eichen mit einem Biozid beinhaltet.


Als „sensibel“ gelten vor allem jene Bereiche, in denen sich Kinder aufhalten. Dies ist im Bikepark der Fall. Nachfrage bei der Gemeindeverwaltung. „Der Bereich stand bisher noch nicht auf unserer Liste“, erklärt Bürgermeister Franz-Josef Weilinghoff.
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Wohlgemerkt: Mit dieser Aussage ist lediglich der betroffene Bereich des Bikeparks gemeint. Nicht aber die des Streetballfeldes oder der Skateranlage am Zak. Diese Bereiche sind als „sensibel“ eingestuft.

Bikepark wird in die EPS-Liste mit aufgenommen

„In dem Bereich am Bikepark hatten wir bisher noch keine Probleme“, so Weilinghoff weiter. Da der Bikepark jedoch für die Kinder und Jugendlichen vollständig nutzbar bleiben soll, handelte die Gemeindeverwaltung zügig.

Die Gespinste an den Eichen am Bikepark waren nicht zu übersehen.

Die Gespinste an den Eichen am Bikepark waren nicht zu übersehen. © Markus Gehring

Am Montag (8. Juni) waren Mitarbeiter einer beauftragte Spezialfirma unter Mithilfe des Bauhofes im Einsatz, um die Gespinste abzusaugen, wie der Bürgermeister berichtet. „Und jetzt werden wir diesen Bereich natürlich in die Liste der sensiblen Orte bei uns aufnehmen.“

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