Novum in der Gemeinde Heek: Die Bushaltestelle „Donnerberg“ wird dynamisch und digital

mlzBusverkehr

Bislang muss man auf den Fahrplan im Fahrgastunterstand schauen, wenn man wissen möchte, wann ein Bus die Haltestelle „Donnerberg“ anfährt. Doch das soll sich schon bald ändern.

Heek

, 14.11.2019, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es wird digital und dynamisch an der Bushaltestelle „Donnerberg“ mitten in Heek. An der Kreuzung Bundesstraße 70, Von-Galen-Straße und Donnerberg plant die Regionalverkehr Münsterland (RVM), einen sogenannten dynamischen Informationsanzeiger zu installieren. Dieser überträgt in Echtzeit die exakte Ankunftszeit eines Busses – als zusätzliche Serviceleistung für Fahrgäste.

Für die Gemeinde Heek ist diese Installation eine Premiere. Und auch mit Blick auf den Kreis Borken beziehungsweise das Verbreitungsgebiet der Münsterland Zeitung sind solche dynamischen Informationsanzeigen keine Selbstverständlichkeit. RVM-Pressesprecher Dr. Christoph Hagebeucker sagt: „Derzeit betreiben wir in Vreden und Borken solche Anzeigen, weitere [...] sollen folgen.“

Die Installation könnte noch 2019 erfolgen

Unter anderem in Ahaus, Reken und Schöppingen. Und eben in Heek. „Bis Ende 2020 sollen in den vier Münsterlandkreisen 37 Anlagen installiert und in Betrieb genommen werden“, so der Pressesprecher. Und wann genau in Heek? In den Unterlagen der jüngsten Bauausschuss-Sitzung heißt es: „Die Realisierung soll in Kürze erfolgen.“

„Die Anzeige wird man von beiden Seiten aus gut sehen können.“
Herbert Gausling

Genauer könne man das derzeit auch nicht eingrenzen, sagt Herbert Gausling von der Gemeindeverwaltung auf Nachfrage. Etwas konkreter wird RVM-Pressesprecher Christoph Hagebeucker. „Stand heute erfolgen die Bauarbeiten entweder noch Ende 2019, ansonsten zu Jahresbeginn 2020.“ Ein vom RVM beauftragtes Unternehmen werde die Arbeiten durchführen.

Die Haltestelle „Donnerberg“ wurde bewusst ausgewählt

Doch warum wurde die Haltestelle „Donnerberg“ für die Premieren-Installation in Heek auserkoren? Das liegt zum einen an der Zentralität der Haltestelle und zum anderen am Umfeld. Denn durch Fahrradständer und einen Parkplatz ist der Umstieg auf den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) in unmittelbarer Nähe bequem möglich. Und die Haltestelle hat einen Fahrgastunterstand. Etwas, das längst nicht alle Haltestellen haben.

Jetzt lesen

Konkreter Standort des Informationsanzeigers soll jene Seite sein, auf der sich auch die Shell-Tankstelle befindet – sprich in Fahrtrichtung Gabelpunkt/Ahaus. Auf der gegenüberliegenden Seite wird es hingegen keinen Anzeiger geben. „Die Anzeige wird man von beiden Seiten aus gut sehen können“, begründet Herbert Gausling. Und es erspart der RVM natürlich weitere Kosten.

Die Livedaten stammen von den Bussen selbst

Die Livedaten, die für diese Technik notwendig sind, stammen von den RVM-Bussen selbst. „Wir haben neue Bordrechner verbaut“, erklärt Christoph Hagebeucker. Diese senden Signale mit dem Standort an einen Server in der Leitstelle in Beckum. Von dort gehen die Daten an die Informationsanzeiger. Daten anderer Verkehrsunternehmen bezieht die RVM von einem „Istdaten-Server“ des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR).

Lesen Sie jetzt
Lesen Sie jetzt