Noch ist die zweite Auflage des subventionierten Heek-Gutscheins nicht die ganz große Erfolgsgeschichte. © Till Goerke
Wirtschaft in Heek

Heek-Gutschein 2.0: Heeker zögern noch beim Kaufen und Einlösen

Die zweite Auflage des wegen Corona subventionierten Heek-Gutscheins ist noch nicht die ganz große Erfolgsgeschichte. Das zögerliche Kaufverhalten der Heeker könnte zum Jahreswechsel Folgen haben.

Auch wenn sich die Corona-Lage im Kreis Borken mit Blick auf die aktuelle Inzidenz von 64,8 (Stand 13. September) im Vergleich zu den Vorwochen wieder etwas entspannt hat – für viele Gewerbetreibende bringt die Krise noch Nachwehen mit sich.

Um die finanziellen Verluste in Heek etwas abzufedern, läuft seit gut zehn Wochen die zweite Auflage des von der Gemeinde mit 30.000 Euro subventionierten Heek-Gutscheins. Jenes Geld, das bis zur pandemiebedingten Absage für die Gewerbeschau im Haushalt 2021 vorgesehen war.

Unterstützung kommt gut an

Eine politische Entscheidung, die bei den Gewerbetreibenden in Heek gut angekommen ist, wie die Vorsitzende des Gewerbevereins Heek-Nienborg, Susanne Tombrink, jetzt im Gespräch mit der Redaktion berichtet.

Und doch ist die Gutschein-Aktion 2.0 noch nicht die ganz große Erfolgsgeschichte. Auch Wochen nach dem Start ist noch immer Budget übrig. In anderen Kreiskommunen sind die jeweiligen subventionierten Gutscheine schon längst ausverkauft.

In Südlohn zum Beispiel schon seit Ende Juli. Hinzu kommt, dass in Heek ein Großteil der verkauften Gutscheine noch nicht eingelöst wurden.

„Die Einzelhändler drängen auf den Kauf des Restbudgets und die Einlösung der Gutscheine“, macht Tombrink deutlich. Denn damit der subventionierte Heek-Gutschein für beide Seiten – Einzelhändler und Käufer – seinen Sinn entfalte, müsse das Geld eben zügig in Umlauf gebracht werden.

Stichtag ist der 31. Dezember 2021

Stichtag ist – Stand jetzt – der 31. Dezember 2021. Bis zu diesem Tag haben die Gutscheine der zweiten Runde, die es als 20-Euro-, 40-Euro- und 100-Euro-Variante gibt, Gültigkeit. Beim Kauf gibt es einen Bonus von 25 Prozent, also 25 Euro, 50 Euro oder 125 Euro.

Je nachdem wie sich die Gemengelage entwickele, sei aber auch eine Verlängerung dieser Frist eine Option, wie die Vorsitzende des Gewerbevereins sagt. Allerdings nur unter bestimmten Voraussetzungen. „Dazu würden wir die schriftliche Stellungnahme aller Mitglieder einholen.“

Entwicklung wird im Auge behalten

Ohnehin käme eine Verlängerung nur in Frage, wenn sich abzeichne, dass das Budget nicht ausgeschöpft oder aber ein Großteil der Gutscheine zum Stichtag nicht eingelöst sein werden. Und genau da könnte auch das Weihnachtsfest noch eine Rolle spielen. Stichwort Gutschein-Geschenk.

„Es wäre doch schade, wenn jemand zum Fest einen Gutschein bekommt, nach den Feiertagen dann in den Urlaub fährt und der Gutschein so verfallen würde“, umreißt Susanne Tombrink. Darum werde man die Entwicklung des Gutschein-Verkaufs genau im Auge behalten.

Und obwohl der Gewerbeverein wegen Corona und der geringeren Arbeitsabläufe darauf drängt, die Gutscheine digital zu erwerben, wird es auch weiterhin die analoge Form in den örtlichen Geldinstituten geben. „Wir wollen schließlich niemanden ausschließen“, so Tombrink.

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