Mit schwerem Gerät zerlegt: Trauerweide an der Nienborger Straße ist radikal geschrumpft

mlzBaumarbeiten

Sie ist ein Pionierbaum und steht an exponierter Stelle: die Trauerweide an der Nienborger Straße am Ufer der Dinkel. Doch von der einst prächtigen Größe ist jetzt nicht mehr viel übrig.

Heek

, 09.10.2019, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Trauerweide an der Nienborger Straße, direkt am Ufer der Dinkel, ist radikal geschrumpft. Zwei Mitarbeiter von Gewers Baumpflege aus Ahaus stutzten die Trauerweide am Dienstagmorgen, 8. Oktober, von 24 auf etwa 7 Meter. Mit Hubsteiger, Kettensäge und einem LKW mit Ladekran rückten die Männer dem Baum zu Leibe.

Da die Arbeiten außerorts stattfanden, waren die Sicherheitsvorkehrungen weniger hoch als sie es im bebauten Gemeindebereich gewesen wären. Darum war der Spuk bereits nach wenigen Stunden wieder vorbei. „Innerorts wäre das ein Tageswerk gewesen“, so Geschäftsführer Johannes Gewers. Den Auftrag für die Arbeiten erteilte die Gemeinde Heek.

Mit schwerem Gerät zerlegt: Trauerweide an der Nienborger Straße ist radikal geschrumpft

Ein Bild aus besseren Tagen der Trauerweide. © Till Goerke

Die Trauerweide war mal 24 Meter groß und hat einen Stammdurchmesser von etwa 100 Zentimetern. Das Alter des Baumes beträgt 80 bis 100 Jahre. Ein Alter, das Revierförster Matthias Reeker-Ebbing als „gut“ für solch eine Baumart bezeichnet.

Mit schwerem Gerät zerlegt: Trauerweide an der Nienborger Straße ist radikal geschrumpft

Die Trauerweide war massiv von einem Pilzbefall betroffen – und ist es in Teilen noch immer. © Privat

Grund für das Stutzen waren 20 bis 30 Pilze, so genannte Feuerschwämme (unten links), welche die Trauerweide befallen haben. Diese Pilze erzeugen die so genannte „Weißfäule“ (oben). Der Baum wird dadurch auf Dauer instabil und für Angler und Spaziergänger zu einem großen Sicherheitsrisiko, denn Äste können zu Boden stürzen.

Mit schwerem Gerät zerlegt: Trauerweide an der Nienborger Straße ist radikal geschrumpft

Etwa sechs Stunden dauerten die Arbeiten. Dann war der Spuk vorbei. © Privat

Zunächst stutzte ein Gewers-Mitarbeiter die Weide mit Kettensäge aus einem Hubsteiger heraus. Im Anschluss verlud sein Kollegen den Baumschnitt mittels Ladekran in den LKW für den Abtransport. Zeitaufwand: Etwa sechs Stunden unter Einhaltung aller relevanter Sicherheitsmaßnahmen.

Mit schwerem Gerät zerlegt: Trauerweide an der Nienborger Straße ist radikal geschrumpft

Das Stutzen des Baumes war aus Sicherheitsgründen unausweichlich. © Privat

„Bei dem Pilzbefall war nichts anderes zu machen. Man hätte den Baum auch fällen können, aber durch das Stutzen bleibt der Baum erhalten und erhält noch eine Chance“, erklärt Johannes Gewers auf Nachfrage. Der Baum könne nun gut in Eigenregie von der Gemeinde gepflegt werden. Stichwort: Rückschnitt. „Die Trauerweide treibt ohne Ende aus.“ 1,5 bis 2 Meter pro Jahr seien nicht ungewöhnlich.

Mit schwerem Gerät zerlegt: Trauerweide an der Nienborger Straße ist radikal geschrumpft

So sieht der Baum jetzt aus, gestutzt auf sieben Meter. © Till Goerke

Durch gezielten Rückschnitt könne man den Baum noch als schattenspendenden Platz gut erhalten. Vorerst. Denn: Die ganze Sache sei ein Tod auf Zeit. Denn laut Johannes Gewers Prognose wieder die Trauerweide auf lange Sicht dennoch am Pilzbefall sterben. „Das kann aber noch zehn Jahre gut gehen.“ Darum plant die Gemeinde auch, zwei neue Weiden in unmittelbarer Nähe zu pflanzen.

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