Heek soll einen Bikepark bekommen

mlzParcours am Zak

Dirtline, Flowline und Pumptrack – Heeker BMX-Fahrer und Mountainbiker können sich auf einen Bikepark am Zak freuen. Die jugendlichen Nutzer dürfen nicht nur bei der Planung mitwirken.

Heek

, 01.02.2019, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Schon in diesem Jahr könnten in Heek BMX-Fahrer und Mountainbiker in Heek über Hügel und durch Steilkurven jagen – und das mitten im flachen Münsterland. Denn in der Nähe des Jugendhauses Zak ist die Errichtung eines Bikeparks geplant. Mit einem einstimmigen Votum beauftragte das Jugendwerk Heek am Mittwochabend die Gemeinde mit der Umsetzung des Projekts.

Die Idee dazu komme vor allem von den Jugendlichen, stellte die Jugendwerks-Vorsitzende und Landtagsabgeordnete Heike Wermer das Projekt vor.

„Wir haben superviele begeisterte Fahrer. Früher sind alle mit Inlinern gekommen, heute fahren alle BMX“, bestätigt Zak-Leiterin Verena Grothe. „Die nutzen dann häufig den Skatepark.“ Mit unschönen Folgen. „Dort gibt es viele Unfälle“, so Grothe. Abschürfungen und Armbrüche kämen dort häufiger vor.

Die künftigen Nutzer sollen in die Planung und Umsetzung des Projekts maßgeblich eingebunden werden. So sollen Heeker Jugendliche in Workshops am Entwurf der Strecke mit der Warsteiner Firma „Turbomatik“ mitwirken. Auch die Regeln für die Nutzung des Bikeparks sollen sie gemeinsam entwickeln. So solle unter den Jugendlichen ein Bewusstsein für die Anlage entstehen, meint Heike Wermer.

Der Lehmboden liegt schon bereit

Vorbild des Projekts ist der Bikepark in Ahaus, der im November eröffnet wurde. Um aus den dortigen Erfahrungen zu lernen, sei man im regelmäßigen Austausch, so Wermer. Allerdings soll die Fläche kleiner ausfallen als der Ahauser Parcours, der mit der gleichen Baufirma umgesetzt wurde. Als Standort geplant ist eine Brachfläche an der Nienborger Straße, die hinter dem Jugendhaus auf dem Vereinsgelände des SV Heek liegt. Dadurch soll der Bereich zwischen den Ortsteilen belebt und das Jugendhaus noch attraktiver für Jugendliche werden.

„Die Fläche ist von der Gemeinde angepachtet. Der Verein hat dort im Moment keine Nutzung geplant“, klärte Fachbereichsleiter Jürgen Lammers auf. „Der Wunsch den Außenbereich des Zak zu gestalten ist seit Jahren da. Und das wäre natürlich ein großer Wurf.“ Er schlug vor, die Strecke noch näher an das Jugendhaus heranzuziehen, um die Biker auch ins Zak zu locken. „Das würde sich gegenseitig befruchten“, hofft Lammers.

15.000 Euro sind für das Projekt bereits im Haushaltsplanentwurf der Gemeinde eingeplant. Eine schlüsselfertige Errichtung durch die Baufirma würde 15.000 bis 20.000 Euro netto kosten – ohne Material. Der dafür vorgesehene Lehmboden liegt bereits beim Bauhof bereit. „Der ist auch nicht so wartungsintensiv“, erklärt Verena Grothe.

Jugendliche könnten selbst zum Spaten greifen

Weiter drücken lassen sich die Kosten durch Eigenleistungen. „Vielleicht können wir unsere 72-Stunden-Aktion im Mai dafür nutzen“, schlug Grothe vor. Erste Gespräche mit den Messdienern und der Landjugend seien bereits geführt worden. Bürgermeister Franz-Josef Weilinghoff stellte auch die Mitwirkung des Bauhofs in Aussicht.

Und so waren sich alle Beteiligten einig, dass der Bikepark umgesetzt werden soll. Grund für Diskussionen gab es dennoch reichlich. SPD-Fraktionsmitglied Stefan Amshoff stellte etwa die Frage nach der Haftung bei Unfällen. „Das müsste unter eigenes Haftungsrisiko fallen“, so Weilinghoff. „Aber wir müssen natürlich für sichere Bedingungen sorgen.“ In Ahaus hatten die Jugendlichen eine Vielzahl von Nutzungsregeln festgelegt, die unter anderem eine Helmpflicht vorsehen.

Auch ein Zaun um das Gelände zur Vorbeugung von Vandalismus wurde diskutiert. „Die Stelle ist gut einsehbar. Die Biker wollen gesehen werden, Vandalen nicht“, relativierte Weilinghoff. Und vielleicht hilft ja auch ein anderer Faktor. Wenn man die Jugendlichen nur genug beteilige, dann hätten sie auch ein auf ein Auge auf ihr Projekt.

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