Kaputter Stromkasten: Wie es jetzt mit diesem „Totalschaden“ im Stiegenpark weitergeht

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Neun Monate ist es her, dass Unbekannte in blinder Zerstörungswut mit einem Böller den Stromkasten im Stiegenpark zu einem „Totalschaden“ machten. Jetzt endlich wird der Schaden behoben.

Heek

, 12.09.2019, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Geht man derzeit über den kleinen Fußweg vom Katthagen aus in den Stiegenpark, sieht man es direkt: Die Arbeiten rund um den in der Silvesternacht 2018/2019 durch einen Böller mutwillig zerstörten Stromkasten sind angelaufen.

Derzeit werden die Erd- und Verkabelungsarbeiten von Westnetz-Mitarbeitern durchgeführt. Einmal quer über das Areal vom zerstörten Stromkasten fast bis hin zur Aussichtsplattform wird der Boden in einer Tiefe von gut 60 Zentimeter aufgebuddelt.

Warum auch ein „Leerrohr“ verlegt wird

In dieser frostsicheren Tiefe werden dann die notwendigen Erdkabel, unter anderem für die Beleuchtung, inklusive eines „Leerrohres“ verlegt. Über dieses Rohr ist angedacht, perspektivisch das Pumpwerk, das unter anderem für die Entwässerung notwendig ist, mit Strom zu versorgen.

Kaputter Stromkasten: Wie es jetzt mit diesem „Totalschaden“ im Stiegenpark weitergeht

Die Rohre für die Beleuchtungskabel und Stromversorgung liegen bereits im Boden (Stand: 11. September). © Till Goerke

Denn das Pumpwerk ist unterirdisch in der Nähe des jetzigen großen Stromkastens lokalisiert. Doch dieser Kasten selbst soll in Kürze an diesem Standort verschwunden sein. „Es gab ein Brainstorming über den neuen Standort mit den Vereinen“, so Thorsten Meyer von der Gemeindeverwaltung. Schließlich brauchen diese für die diversen Veranstaltungen eine gut erreichbare Stromquelle.

Der neue Standort des Stromkastens ist nah am See

Der neue Kastenstandort: Links neben dem Waschbetonkasten, also in unmittelbarer Nähe zur hölzernen Aussichtsplattform und in zentraler Lage. Rote Farbe auf dem Boden markiert am Mittwochmorgen, 11. September, den zukünftigen Platz.

Kaputter Stromkasten: Wie es jetzt mit diesem „Totalschaden“ im Stiegenpark weitergeht

Neben diesem Waschbetonkasten, dort wo die rote Markierung auf dem Boden ist, soll zukünftig der große Stromkasten stehen. © Till Goerke

Im Gegenzug sei es angedacht, an der alten Position einen neuen, kleineren Versorgungskasten aufzustellen. „Wir tüfteln noch an den technischen Details“, erklärt Thorsten Meyer diesbezüglich.

Der Gemeinde waren die Hände gebunden

Und dass es nach dem „Totalschaden“ in der Silversternacht bis zum September dauerte, ehe die Arbeiten anliefen, lag schlicht an der Auslastung der ausführenden Firma. „Wir verstehen ja die Bürger, dass sie sich darüber ärgern, aber uns sind da leider die Hände gebunden“, erklärte diesbezüglich auch Bürgermeister Franz-Josef Weilinghoff.

Kaputter Stromkasten: Wie es jetzt mit diesem „Totalschaden“ im Stiegenpark weitergeht

Bereits am Mittwochmorgen, 11. September, war gut die Hälfte der Erdarbeiten geschafft. Ein Absperrband vor dem kaputten Stromkasten weist auf die aktuellen Kabelarbeiten hin. © Till Goerke

Umso erfreulicher sei es da, dass Westnetz die Erd- und Kabelarbeiten übernehme. Laut Thorsten Meyer zu „überschaubaren“ Konditionen on top. Denn die Grundkonfiguration alleine wird voraussichtlich um die 7500 Euro kosten. Einer von vielen Kostenpunkten, die für Arbeiten im Stiegenpark in diesem Jahr anfallen. Insgesamt stehen dafür 50.000 Euro im Haushalt bereit.

„In zweieinhalb Wochen wollen wird durch sein.“
Thorsten Meyer

Schutzmaßnahmen vor Vandalismus sind das erste Etappenziel

„Die Arbeiten gehen zügig voran. Wir wollen Ende der Woche aller Erdarbeiten abgeschlossen haben“, so Thorsten Meyer, „wir holen die Zeit jetzt wieder auf. In zweieinhalb Wochen wollen wir durch sein.“ Mit Blick auf die immer früher einsetzende Dunkelheit und die Beleuchtung im Park nicht von Nachteil.

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Wichtig sei im ersten Schritt jedoch, so Meyer, dass die Erdarbeiten zum Wochenende durch, sprich alle Gräben wieder mit Erde aufgefüllt sind. Dies sei dann ein „natürlicher“ Schutz vor Vandalismus. „Wenn keine Kabel und Rohre offen rumliegen, kann auch niemand damit Unfug machen.“

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