Unfallflucht in Heek: Ahauser (19) bleibt dem Gerichtstermin fern – Strafbefehl erlassen

Gerichtsprozess

Eine Unfallflucht in Heek begangen und die Gerichtsverhandlung vor dem Amtsgericht in Ahaus geschwänzt: Das ging auf das Konto eines 19-jährigen Ahausers. Ohne Strafe kam er aber nicht davon.

Heek

, 10.09.2019, 17:54 Uhr / Lesedauer: 1 min
Unfallflucht in Heek: Ahauser (19) bleibt dem Gerichtstermin fern – Strafbefehl erlassen

Wer nach einem Unfall nicht auf den Geschädigten wartet oder die Polizei ruft begeht ein unerlaubtes Entfernen vom Unfallort. Und damit eine Straftat nach Paragraph 142 Strafgesetzbuch (StGB). © dpa (Symbolbild)

Da hat es sich der angeklagte 19-jährige Ahauser, der sich am Montagmittag vor dem Amtsgericht Ahaus wegen einer Unfallflucht zu verantworten hatte, aber mal richtig einfach gemacht. Denn der Angeklagte erschien kurzerhand nicht zur mündlichen Verhandlung. Die Folge: Das Gericht erließ einen Strafbefehl.

Der Angeklagte soll sich laut Anklageschrift am 3. Mai dieses Jahres in Heek nach einem von ihm verursachten Unfall unerlaubt vom Unfallort entfernt haben, ohne seinen gesetzlichen Pflichten nachzukommen. Zu seinem Pech gab es aufmerksame Zeugen, sodass diese Unfallflucht letztlich den Weg vor das Amtsgericht fand.

Richter erlässt den Strafbefehl

„Ja, wenn der Angeklagte nicht möchte, dann gibt es ja hier auch die Option des Strafbefehls“, merkte der Staatsanwalt an, nachdem der 19-Jährige auch 15 Minuten nach Beginn der Verhandlung noch nicht erschienen war. Dem stimmte der Richter zu und erließ den Strafbefehl. 30 Tagessätze à 30 Euro ist die darin enthaltene Strafe für den Ahauser.

Der Schritt des Strafbefehls ist ein übliches Verfahren zur Bewältigung leichter Kriminalität. Ohne Einspruch kommt es auf diesem Wege zu einer rechtskräftigen Verurteilung, ohne das eine mündliche Hauptverhandlung stattgefunden hat.

Damit einhergehend wurden auch die zwei geladenen Zeugen nicht mehr angehört. „Wir brauchen sie heute nicht mehr“, so der Richter.

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