Die Gebühren für einige Müllsorten werden 2021 in Heek ansteigen. © Till Goerke
Müllgebühren

Heeker müssen für die Müllentsorgung 2021 tiefer in die Tasche greifen

Die Müllentsorgung in Heek wird im nächsten Jahr teuer. Wie viel genau, hängt von der Größe der Gefäße ab. Betroffen sind zwei Müllsorten. Auch Corona spielt bei der Entwicklung eine Rolle.

So kurz vor der Adventszeit kommen mit Blick auf die Müllentsorgungsgebühren 2021 keine guten Nachtrichten aus dem Rathaus. Die Heeker werden im kommenden Jahr beim Rest- und Bioabfall tiefer in die Tasche greifen müssen. Wie viel genau, hängt von der Größe der Tonnen ab. Doch Minimum sechs Euro mehr pro Gefäß werden fällig. Und das hat Gründe.

Mehrkosten und Mindererlöse haben 2020 die kompletten Rücklagen aufgebraucht. „Darum müssen wir die Gebühren in einigen Bereichen anheben“, erklärte Bürgermeister Franz-Josef Weilinghoff in der jüngsten Sitzung des Haupt- Finanz- und Wirtschaftsförderungsausschusses. „Da sind wir von einigen Entwicklungen leider überrascht worden.“

Werterlöse aus Altpapier eingebrochen

Heißt konkret: Die Grünannahmestelle, die Mitte 2019 vom Baubetriebshof in das Gewerbegebiet „Bült“ auf das Betriebsgelände der Firma Büscher Entsorgung & Recycling verlegt wurde, wird sehr gut angenommen. Eigentlich ja eine gute Sache, doch laut Verwaltung wird die angelieferte Grünabfallmenge die prognostizierte Menge voraussichtlich um rund 150 Tonnen übersteigen. Das sind Mehrkosten von 10.000 Euro.

Des Weiteren sind die Verwertungserlöse aus Altpapier stark eingebrochen (Mindereinnahmen: 15.000 Euro). Zudem seien für Alttextilien im kommenden Jahr überhaupt keine Erlöse zu erwarten, gleichbedeutend mit Mindereinnahmen von rund 6500 Euro. Dass es 2020 noch keine Erhöhung der Gebühren gab, lag an der angesparten Rücklagen. Doch die sind jetzt Geschichte.

Gemeinde gibt die Kosten weiter

„Wir geben die anfallenden Kosten nur Eins-zu-Eins weiter“, hob der Bürgermeister hervor. Und auch wenn es komisch klingt, mutmaßlich hat auch die Coronakrise jetzt zur Erhöhung der Gebühren beigetragen.

Vor allem mit Blick auf die insgesamt anfallende Menge an Grünabfall. „Die Menschen hatten Zeit, im Garten vieles zu erledigen“, so der Bürgermeister. Ergebnis sind jetzt prognostizierten die 150 Tonnen Extra-Abfall.

Konkret stehen folgende Gebührenerhöhungen an:

  • Restabfall 80 Liter 142,80 Euro (+6 Euro)
  • Restabfall 120 Liter 199,20 Euro (+8,40 Euro)
  • Restabfall 240 Liter 348 Euro (+15,60 Euro)
  • Restabfall 1100 Liter 1791, 60 (+80,40 Euro)
  • Bioabfall 80 Liter 60 Euro (+6 Euro)
  • Bioabfall 120 Liter 80,40 (+7,20)
  • Bioabfall 240 Liter 139, 20 (+14,40 Euro)

Zudem beschloss der Ausschuss einstimmig, den Vertrag mit der Entsorgungsfirma Stenau nicht am Ende des Jahres zu kündigen. Das hat zur Folge, dass sich der Vertrag zunächst mal automatisch bis zum 31.12.2022 verlängert. Das letzte Wort dazu hat aber der Rat. Doch der Bürgermeister merkte schon an: „Günstiger werden wir das wo anders auch nicht bekommen.“

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