Heeker und Nienborger feiern im Sommer Goldhochzeit nach einer Vernunftehe

50 Jahre Zusammenlegung

Anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Gemeinde Heek steigt im Juni eine Jubiläumsfeier in beiden Ortsteilen – mit einer Fotoausstellung, Musik und Programm in Burg und Rathaus.

Heek

, 04.03.2019, 05:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Im Rathaus kümmert man sich um die Belange von Heek und Nienborg. Dort wird es einen Festakt geben.

Im Rathaus kümmert man sich um die Belange von Heek und Nienborg. Dort wird es einen Festakt geben. © Markus Gehring

Im Sommer ist es 50 Jahre her, dass sich die Gemeinden Wigbold Nienborg und Heek zur Gemeinde Heek zusammengeschlossen haben. „Das ist ein Jubiläum, das gefeiert werden sollte“, schlug Herman Mers im Haupt- und Finanzausschuss vor. Die CDU-Fraktion hatte eine solche Feier beantragt und stieß damit bei Bürgermeister Franz-Josef Weilinghoff auf offene Ohren.

So soll am Sonntag, 23. Juni, von 11 bis 18 Uhr in beiden Ortsteilen ein Programm mit Musik, Kinderbelustigung und Beköstigung stattfinden. Heeker und Nienborger Besucher können zu Fuß oder mit dem Rad zwischen den beiden Veranstaltungsorten, dem „alten“ Rathaus auf der Burg Nienborg und dem „neuen“ Rathaus an der Bahnhofstraße, pendeln.

Auch plant die Gemeinde, eine Ausstellung mit 50 Bildern aus der Geschichte auf beide Standorte aufgeteilt zu zeigen. Zur Sichtung der Fotos aus den letzten 50 Jahren wurde bereits eine Arbeitsgruppe gebildet. Auch die ehemaligen Bürgermeister und Ratsmitglieder werden zu einem offiziellen Festakt im Heeker Rathaus eingeladen.

Vernunftehe statt Liebesheirat

10.000 bis 15.000 Euro darf die Feier kosten. Diese sind bisher nicht im Haushaltsplanentwurf einkalkuliert. Reinhard Brunsch (SPD) äußerte seine grundsätzliche Zustimmung, mahnte aber zur Sparsamkeit. „Je weniger desto besser, aber wenn man feiert, dann auch vernünftig“, antwortete Mers. „Wir wollen uns nicht selbst feiern, aber es sollte schon angemessen sein“, erklärte Weilinghoff. Einstimmig beauftragte der Ausschuss den Bürgermeister mit der Planung der Feier.

Doch wie soll man die Ehe zwischen den Ortsteilen nun nennen? Von einem freiwilligen Zusammenschluss „in kluger Voraussicht“ schreibt die Gemeindehomepage. „Es war eine Vernunftehe“, urteilte Brunsch und wies darauf hin, dass beiden Gemeinden ohne einen Zusammenschluss der Verlust der Selbstständigkeit gedroht hätte. „Eine Liebesehe war es nicht“, stellte Mers fest und erinnerte an große Widerstände gegen die Zusammenlegung. So oder so wird nun die Goldhochzeit gefeiert.

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