2017 gab es für den Pfarreirat zwölf Kandidaten, diese wurden auch sämtlich gewählt. © Bernhard Gausling
Katholische Kirchengemeinde

Heilig Kreuz sucht Kandidaten für Pfarreirat: „Interesse ausbaufähig”

Bis zum 22. August muss die Katholische Kirchengemeinde Heilig Kreuz Kandidaten für die Kirchenvorstands- und Pfarreiratswahlen benennen. Bewerber werden dabei noch gesucht. Aktiv.

Auch wenn sie noch weit weg erscheinen – die Kirchenvorstands- und Pfarreiratswahlen am 6. und 7. November nahen. Das hat man auch in der Katholischen Kirchengemeinde Heilig Kreuz im Blick. Die Kandidatensuche gestaltet sich dabei nicht so einfach. „Aktuell ist das Interesse noch ausbaufähig“, bestätigt Uwe Bröcker, der Vorsitzende des Pfarreirats. Da könne man sich von der Situation in anderen ehrenamtlichen Bereichen nicht abkapseln.

Die Pandemielage hat diese gewiss nicht verbessert. Die Zeit drängt ein wenig: Bis zum 22. August muss die Kirchengemeinde ihre Bewerber benennen.

Während die Aussichten beim Kirchenvorstand noch recht nobel sind – hier werden allein 50 Prozent der Mitglieder neu gewählt und einige hätten bereits bekundet, weiterzumachen –, so umtreibt Uwe Bröcker die Entwicklung den Pfarreirat betreffend doch ein wenig. „Dieser muss komplett neu gewählt werden“, so Bröcker, wobei Wiederwahlen möglich sind.

Gemeindemitglieder gehen aktiv auf die Bürger zu

Aktuell ist der Pfarreirat mit einem Dutzend Mitgliedern besetzt, „acht sind mindestens erforderlich“, so Bröcker. Und noch sei man zuversichtlich, zumindest die Mindestanzahl zu erreichen. „Wir sprechen viele Bürgerinnen und Bürger an, ehrenamtlich aktiv zu werden. Auch haben wir den Open-air-Gottesdienst zuletzt als Plattform genutzt“, berichtet Bröcker. Warum es womöglich eine Scheu gebe, gerade im Pfarreirat ein Amt zu übernehmen, dazu fallen dem Vorsitzenden zwei mögliche Faktoren ein.

Zum einen der Zeitfaktor. „Da kann ich die Scheu aber nehmen. Es gibt wie in jedem Ehrenamt Phasen, in denen mehr und in denen weniger Einsatz gefragt ist“, so Bröcker. So sei der Sommer in der Ferienzeit erfahrungsgemäß ruhiger, in den Zeiten von Kommunion und Firmung sei dann auch einmal mehr Aktivität gefragt. Faktor zwei: Während der Kirchenvorstand schwerpunktmäßig für die Finanzen und das Personal zuständig sei, was greifbar sei, so „schreckten“ womöglich die Aufgaben des Pfarreirats mit Begriffen wie Liturgie und Katechese im ersten Moment ab. Mit ein wenig Einarbeitung sei man aber schnell mit dem Thema vertraut.

Neuer Pastoralplan bleibt spannendes Aufgabenfeld

Angesprochen seien Kandidaten aus allen Altersklassen. „Die oft zitierte bunte Mischung wäre natürlich klasse“, so Bröcker. Der Vorsitzende weist auch auf den neu entwickelten Pastoralplan hin, der im Gremium weiterentwickelt werden könne. Ein spannender Ansatz. Das zeige auch, dass man mit der Zeit gehe und sich modern darstellen wolle. In diesem Gremium könne Kirche und das pastorale Leben aktiv mitgestaltet werden.

Interessenten können sich im Pfarrbüro, Tel. (02568) 9359180, oder bei Uwe Bröcker persönlich melden. Bewerber für den Kirchenvorstand müssen am Wahltag das 21. Lebensjahr vollendet haben, diejenigen für den Pfarreirat müssen am Wahltag mindestens 16 Jahre alt sein. Gewählt wird für vier Jahre.

An den Worst-case möchte Uwe Bröcker noch nicht denken. Was, wenn es zum 22. August nicht die Mindestanzahl an Bewerbern für den Pfarreirat gibt? „Dann müssten wir Kontakt zum Bistum aufnehmen, um eine Lösung zu finden.“ Noch sei man aber zuversichtlich, dieses Szenario zu vermeiden.

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