Etliche Helfer peppen Vereinsgelände des SV Heek in Eigenregie auf

mlzModernisierung

Die große Jubiläumsfeier zum 100. Geburtstag ist beim SV Heek wegen der Corona-Krise ins Wasser gefallen. Und doch waren viele Vereinsmitglieder in den vergangen Wochen richtig fleißig.

Heek

, 27.05.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Ärger über die geplatzte 100-Jahr-Geburtstagsfeier ist ein Stück weit verraucht. Die Corona-Pandemie ließ den Verantwortlichen des SV Heek außer der Absage ohnehin keine Wahl. Die große Sause muss warten. Doch untätig waren die Mitglieder des SVH deswegen nicht. Arbeiten hier, Arbeiten da. Und ein ganz besonderes Projekt steht sogar noch aus.

„Untätig waren wir in den vergangenen Wochen nun wirklich nicht“, hebt der Club-Vorsitzende Andreas Oellerich im Gespräch mit der Redaktion hervor. Und dabei steht die Modernisierung des Vereinsheims sogar noch aus. Davon ab will der Vorsitzende die von freiwilligen Helfern durchgeführten Arbeiten auf dem Vereinsgelände keineswegs als Frust-Kompensation für die ausgefallen Jubiläumsfeier verstanden wissen.

Viele freiwillige Helfer packen die Projekte an

„Die Arbeiten waren einfach mal notwendig. Zum Glück haben wir im Verein geschickte Handwerker.“ Nicht von Nachteil, wenn man alle Arbeiten in Eigenregie realisieren möchte. Das benötigte Material wurde natürlich aus der Vereinskasse bezahlt. Doch was für Projekte haben die Vereinsmitglieder angepackt?

Jetzt lesen

Da gibt es gleich eine ganze Reihe an Dingen:

  • Neuanpflanzung von 15 Laubbäumen
  • Bau zweier Trainerbänke für Platz eins
  • Neuanstrich der alten Trainerbänke zwecks Weiterverwendung
  • Platzausbesserungsarbeiten

Mit Blick auf die Neuanpflanzung der Laubbäume ist hervorzuheben, dass bewusst keine Eichen ausgewählt wurden. „Es sind Buchen und Ahorn“, so Andreas Oellerich. Unnötiger Ärger mit dem Eichenprozessionsspinner soll so verhindert werden. Auch, weil auf dem Sportgelände jährlich die Stadtranderholung mit dem KAB-Ferienlager stattfindet. Zu Corona-Zeiten natürlich nicht.

Jetzt lesen

In den neuen Trainerbänken steckt viel Arbeit

Übrigens steht die Neuanpflanzung dann doch ein wenig im Zusammenhang mit dem Jubiläumsjahr des SVH. Denn das Motto dazu lautet: Bäume für die nächsten 100 Jahre. „Aktion und Motto kamen bei unseren Mitgliedern gut an“, so Andreas Oellerich.

Die neuen Trainerbänke auf Platz eins haben die Vereinsmitglieder in mühevoller Eigenarbeit gebaut.

Die neuen Trainerbänke auf Platz eins haben die Vereinsmitglieder in mühevoller Eigenarbeit gebaut. © SVH

Der wohl größte Aufwand steckt in den neuen Trainerbänken für Platz eins. Stahlrahmen, Plexiglasscheibe und Hartschalensitze – zusammengebaut in Eigenregie. „Schon klasse, wenn man sieht, was unsere Helfer da geschaffen haben“, so der Vorsitzende.

Die alten Trainerbänke werden weiterverwendet

Die alten Bänke wurden aber nicht einfach entsorgt. Hier griff das Motto Nachhaltigkeit. Neu angestrichen wanderten diese auf Platz vier. Und gewandert sind die Helfer auch so einige Male über die Plätze. Zehn Kubikmeter Mutterboden von einem örtlichen Unternehmer galt es zu verteilen. Löcher stopfen stand auf dem Programm. „So halten wir die Plätze gut in Schuss.“

Die alten Trainerbänke wurde neu und farblich passend gestrichen.

Die alten Trainerbänke wurden von freiwilligen Helfern neu angestrichen. © SVH

Etwas, das noch aussteht, ist die Renovierung des Vereinsheims. Die Finanzierung steht aber schon. Der Verein hat sich an der Ausschreibung der Leader-Region beteiligt und tatsächlich den Zuschlag erhalten. Baumaßnahmen in Höhe von 20.000 Euro können so realisiert werden. „Wir freuen uns sehr, dass uns die Bezirksregierung den Zuschlag erteilt hat.“

15 Bäume haben die Vereinsmitglieder neu auf dem Areal gepflanzt. Das Motto der Aktion: Bäume für die nächsten 100 Jahre – passend zum 100-jährigen Geburtstag des Vereins in diesem Jahr.

15 Bäume haben die Vereinsmitglieder neu auf dem Areal gepflanzt. Das Motto der Aktion: Bäume für die nächsten 100 Jahre – passend zum 100-jährigen Geburtstag des Vereins in diesem Jahr. © SVH

Das Vereinsheim soll energetisch und sicherheitstechnisch erneuert werden. Zudem soll der Fußboden und die Decke neu gestaltet werden. Die genauen Details sind noch geheim. Einzig möglicher Knackpunkt: Die Arbeiten müssen im Rahmen der Förderung bis zum 30. November 2020 abgeschlossen sein. „Keine Sorge. Das bekommen wir irgendwie hin“, lässt Andreas Oellerich keine Zweifel aufkommen.

Lesen Sie jetzt
Lesen Sie jetzt