In der Heimat von Pippi

Heek Im Land des Knäckebrots und der Heimat von Pippi Langstrumpf - als letzter von drei Studenten aus der Dinkelgemeinde berichtet der Heeker Bernd Homann von seinen Erfahrungen im Auslandssemester an der Universität der schwedischen Hauptstadt Stockholm.

19.10.2007 / Lesedauer: 2 min

"Schweden war für mich lange ein Land, von dem ich glaubte, dass es zwar sehr schön, aber vor allen Dingen teuer ist. Bisher hatte ich es nie geschafft, Skandinavien zu besuchen - es wäre vielleicht so geblieben, wenn ich nicht durch einen Freund vom Erasmus-Austauschprogramm der Uni Köln erfahren hätte, das unter anderem ein Auslandssemester in Stockholm anbietet.

Nach acht Semestern Studium in Köln und Praktikum in Süddeutschland fehlte mir nur noch ein Auslandsaufenthalt, um meine Englischkenntnisse fit für den Berufseinstieg zu machen. Also auf in den Kampf durch Auswahlgespräche, endlose Berge von Formularen, schwedische Lektionen und schon saß ich Ende Januar im Flieger Richtung Stockholm.

Es war Ende Januar, ziemlich kalt und der Boden war mit 20 Zentimetern Schnee bedeckt. Die nächsten zwei Monate sollte sich das auch nicht mehr ändern. Ich bezog mein Quartier in einem Studentenwohnheim, das einheimische Studenten mit Austauschstudenten aus aller Welt teilten. In meinem Korridor wohnten Schweden, Franzosen, Spanier, Österreicher, Chinesen, Inder und einige Deutsche.

Jeder der Austauschstudenten fühlte sich in den ersten Tagen in einem anderen Land naturgemäß noch fremd. Das hatte den Vorteil, dass jeder so schnell wie möglich Kontakt suchte. Ein wenig Heimweh schweißte uns in kürzester Zeit zu einer großen ,Erasmus-Truppe' zusammen. Neben den Vorlesungen war nämlich vor allem dies eine sehr wertvolle Erfahrung, die ich mitnehmen konnte. Man entwickelt ein europäisches Gefühl und eine gewisse Toleranz.

Der Alltag in den ersten Wochen sah folgendermaßen aus: Vorlesungen waren meist vormittags, um halb vier ging nachmittags die Sonne unter - einigen Südeuropäern schlug dies ganz schön aufs Gemüt. Um dem Abhilfe zu schaffen, gab es zweimal in der Woche von der Universität organisierte Abendaktivitäten, auf denen man fast alle Austauschstudenten wieder traf."

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