In Heek soll es beim Klimaschutz keine halbe Sache mehr geben

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Heek setzt auf ein Klimaschutzkonzept samt Manager. So viel ist klar. Doch das wie und wann hingegen sind noch offen. Klar ist nur: Eine halbe Sache wird es, anders als geplant, nicht geben.

Heek

, 25.06.2020, 04:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Dass in Heek in Zukunft ein Klimaschutzmanager im Rahmen des beschlossenen Klimaschutzkonzeptes seiner Arbeit nachgehen soll, wurde politisch bereits vor Monaten festgezerrt. Doch rund um die Person, die diesen Posten mit Leben füllen soll, sind noch viele Fragen offen. Klar ist dafür jetzt allerdings: Halbe Sachen wird es dabei nicht geben.

Den Entschluss, auf ein Konzept zum Schutze des Klimas zu setzen, fällte der Gemeinderat nach umfangreicher Bürgerbeteiligung bereits im September 2019. Rund 530.000 Euro stehen für das Maßnahmenpaket und die ersten drei Jahre im Raum. Zumindest nach der Hochrechnung der Ingenieurgesellschaft Gertec aus Essen, welche die Gemeinde für die Erstellung des Konzeptes im Juli 2018 beauftragt hatte.

Heek steht in Sachen Klimaschutzmanager alleine da

Und eigentlich war mal der Plan, sich die vom Bund geförderte Stelle des Klimaschutzmanagers mit einer Nachbarkommune, zum Beispiel Schöppingen oder Legden, zu teilen. Doch daraus wird nichts. Die den Prozess begleitende und beratene Kommunalagentur NRW hat die Umsetzbarkeit einer solchen Lösung geprüft und für nur schwer realisierbar eingestuft. Die Gründe dafür sind vielfältig.

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„Fakt ist, das andere Kommunen weiter sind als wir und einige hinter uns sind“, sagte dazu Bürgermeister Franz-Josef Weilinghoff in der jüngsten Sitzung des Haupt- und Finanausschusses. Zu letzterer Kategorie gehören übrigens Schöppingen und Legden. In beiden Kommunen existiert noch kein Konzept. „Es sieht also schlecht für uns aus“, so der Bürgermeister.

Stelle soll als Vollzeitstelle ausgeschrieben werden

Heißt im Klartext, dass die eigentlich als halbe Stelle vorgesehene Position des Klimaschutzmanagers als Vollzeitstelle ausgeschrieben werden soll. Das letzte Wort darüber hatte der Rat, der das Vorhaben am 24. Juni einstimmig absegnete. Dementsprechend ist die Ausschreibung an sich auch noch nicht erfolgt. Ohnehin sei die Förderkulisse sehr komplex, wie der Bürgermeister betonte. Aber ein Einstieg 2021 sei denkbar.

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Zentral sei zuvor nach wie vor, ein exaktes Aufgaben- und Anforderungsprofil zu erstellen. „Und um das ganz deutlich zu machen: Der Manager wird keine Hausbesuche machen“, so Weilinghoff. Vielmehr sei derjenige dafür da, Firmen und Verwaltung beim Thema Klimaschutz zu unterstützen.

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Darüber hinaus ist angedacht, neben dem bereits beschlossenen Klimaschutzkonzept auch den Aufbau eines kontinuierlichen Klimaschutz-Controllings in Angriff zu nehmen. „Das müssen wir aufbauen. Das macht absolut Sinn“, merkte dazu der Bürgermeister an.

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