Indischer Kochabend der KFD kommt bestens an

Eine scharfe Sache

Ein indischer Kochabend mit der KFD St. Ludgerus Heek und Pater Joy – eine scharfe Sache. 16 Teilnehmer fanden sich am Freitagabend in der Lehrküche der Kreuzschule ein, um Gerichte aus Pater Joys südindischer Heimat nachzukochen – unter den Hobbyköchen ist auch Kai Lübbers, Volontär bei der Münsterland Zeitung.

HEEK

, 10.02.2014, 17:54 Uhr / Lesedauer: 2 min

Bevor die Töpfe aus den Schränken geholt werden, steht Theorie an. Pater Joy erklärt den Menüplan und gibt eine Einführung in die Gewürzkunde seines Heimatlandes. Garam Masala, Meat Masala und Kurkuma sind die Zutaten, mit denen die Teilnehmer es gleich zu tun bekommen. Schnell sind insgesamt vier Kochteams gebildet und es kann losgeschnibbelt werden. In meiner Gruppe treffe ich auf Christian Bröker, der neben mir und Pater Joy die männliche Fraktion des Kochabends bildet. Zuerst schneiden wir die Zutaten für das Gericht „Khorma mit Cashews“. „Das wird später so aussehen wie Gulasch“, versichert mir Pater Joy. Die Zubereitung ist auf jeden Fall ähnlich: Rindfleisch klein schneiden, ebenso wie Zwiebeln und Ingwer und das ganze mit allerlei indischen Gewürzen, Curryblättern und Salz und Pfeffer anbraten. „Sollen wir eine Chili hinzugeben?“, will Marieola Gaußling wissen. Das bedarf einer kleinen gruppeninternen Abstimmung – vier zu null pro Schärfe lautet das Votum. Während unser Gericht auf dem Herd köchelt, nutzte ich die Gelegenheit, mich in den anderen Küchen umzusehen, natürlich in der Hoffnung, von dem ein oder anderen Gericht schon mal probieren zu können. Jutta Viehöver steht im wahrsten Sinne des Wortes unter Dampf: Sie tunkt Papadam, indische würzige Cracker, in heißes Rapsöl. Die Cracker, die erst aussehen wie große Oblaten, gehen im Öl auf und schmecken wie salzige Chips – einfach köstlich. Die anderen drei Herdplatten werden von KFD-Teamleiterin Christiane Hassels, Lisa Flüeck und Lila Dowgieluk-Radtke genutzt. Biryani – Reis mit Erbsen, Brechbohnen und Cashewnüssen brutzelt in einem großen Topf. In einer Kaffeetasse wird der Reis später aus dem Topf geholt und über ein halbes Ei, das aussieht wie eine Kugel, gestülpt.

Inzwischen bin ich wieder in unserer Gruppe angekommen. Christian Bröker kämpft mit dem klebrigen Teig für Chapati – ein indisches Fladenbrot mit Atta-Mehl. Aus golfballgroßen Teigklumpen rollt Marieola Gaußling die Teigfladen mit einem Nudelholz hauchdünn aus. Ramona Bröker brät die Chapati von jeder Seite 90 Sekunden an. „Da will ich gar nicht weiter stören“, denke ich mir und biete mich als Spülhilfe an. Nach ungefähr zwei Stunden sind alle Gerichte fertig gegart, die Mägen knurren und alle sind froh, sich die Köstlichkeiten einverleiben zu dürfen. Zu den Gerichten gibt es indisches Bier, Pater Joy liefert zu dem Festtagsmenü die passende indische Musik. Egal ob Khorma, Chapati Biryani oder Chickenfry, allen schmeckt es ausgezeichnet.   „Nicht anstellen, scharf ist gesund“, sagt Agnes Eichmann zu mir, nachdem mir das indische Gulasch, das Khorma, eine deutliche Rötung ins Gesicht zaubert. Zur Beruhigung der Geschmacksnerven gibt es zum Nachtisch Obstsalat und Mangoeis, beides sehr lecker und völlig überraschend: gar nicht so scharf.

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