Jugendhaus Zak muss Angebot noch schärfer der Coronakrise anpassen

mlzKinder- und Jugendbetreuung

Anfang November wurden die Corona-Schutzvorkehrungen von Bund und Ländern wieder deutlich verschärft. Das hat auch merklichen Einfluss auf das Angebot im Jugendhaus Zak. Kreativität ist gefragt.

Heek

, 06.11.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Noch in den Herbstferien war er geöffnet, der „Offene Treff“. Jeweils ab 17 Uhr konnten sich die Jugendlichen im Jugendhaus Zak treffen. Zwar lief das Ganze nur mit Anmeldeliste, aber es lief. Doch seit der Verschärfung der Corona-Schutzmaßnahmen Anfang November ist auch das Geschichte. Doch Alternativen wurden bereits ins Leben gerufen.

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Oder anders gesagt: Das Jugendhaus passt sein Angebot den noch schärferen Corona-Schutzmaßnahmen an. Schon ein Blick auf den Zettel im Infokasten am Eingang des Zak macht das „Dilemma“ deutlich. Nur noch fünf Besucher dürfen gleichzeitig in das Jugendhaus. Und das auch nur unter Einhaltung des Mindestabstandes. Ein „Offener Treff“, zu dem jeder kommen und gehen kann, wie er will, ist so natürlich nicht mehr möglich.

Es gibt täglich zwei Angebotsblöcke

„Wir haben aber schon ein alternatives Programm erarbeitet“, berichtet Fabian Walke beim Vor-Ort-Gespräch. Zusammen mit Vera Eßeling betreut er die Kinder und Jugendlichen im Zak. Aktuell gibt es täglich zwei Angebotsblöcke. Einen von 14.30 bis 17 Uhr und einen von 17.30 bis 20 Uhr. Jeweils für maximal fünf Kinder und Jugendliche sowie mit wechselndem Programm und unter Anleitung einer Fachkraft. Zwischen den Blöcken heißt es dann, alles gründlich zu desinfizieren. Mehr Informationen gibt es auf der Plattform Facebook (Jugendhaus Zak -Der Treff).

Die Regeln sind wegen der Coronakrise im Zak nochmal verschärft worden.

Die Regeln sind wegen der Coronakrise im Zak nochmal verschärft worden. © Till Goerke

„Während der Angebotsblöcke ist einer von uns sowohl draußen unterwegs als auch online verfügbar“, erklärt Fabian Walke. Alles, um den Kontakt zu den Kindern und Jugendlichen zu halten. Dabei soll zeitnah auch ein so genannter „Discordserver“ eingerichtet werden. Eine Online-Plattform mit verschiedenen Chaträumen, sprich private und öffentliche Räume. „Darüber können die Kinder und Jugendlichen untereinander und wir mit ihnen kommunizieren“, so Walke.

Aktuell fuchsen sich Vera Eßeling und Fabian Walke in die Technik ein. „Wir wollen damit bald online sein. Wenn man so will, ist das der 'Offene Treff' in digitaler Form“, bringt es Eßeling auf den Punkt. Natürlich sei das kein vollwertiger Ausgleich für den fehlenden persönlichen Kontakt, aber ein kleines Trostpflaster. „Wir müssen eben das Beste aus der Situation machen.“

Wichtig für die Teilnahme an den Angebotsblöcke ist übrigens die vorherige telefonische Anmeldung im Zak unter (02568) 3362. Aufgrund der Pandemie sei das nicht anders machbar, erklären die beiden Sozialpädagogen. Einen kleinen Lichtblick mit Blick auf den persönlichen „Offenen Treff“ gibt es aber trotz Coronakrise.

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Sollten nämlich Angebotsblöcke wegen mangelnder Anmeldungen ausfallen, könnten diese Stunden für „Cliquenarbeit“ unter den gültigen Schutzvorkehrungen spontan zur Verfügung gestellt werden.

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