Jugendhaus Zak trotzt der Corona-Krise mit buntem Ferienprogramm

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In den Herbstferien in den Urlaub fahren? In Zeiten der Corona-Pandemie wohl eher nicht. Langeweile musste für Kinder und Jugendliche in Heek aber dennoch nicht aufkommen. Ganz im Gegenteil.

Heek

, 23.10.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

In der Herbstferien wegfahren, den Alltag vergessen? In Zeiten der Corona-Pandemie praktisch aussichtslos. Gerade vor dem Hintergrund, dass immer mehr Länder, Städte und Regionen vom RKI als Risikogebiet ausgewiesen werden. Doch Ferienlangeweile ist in Heek für Kinder und Jugendliche nicht aufgekommen. Das Jugendhaus Zak trotzte der Krise.

In der ersten Woche standen für Kinder zwischen 10 und 16 Jahren ein Backtag, ein Ausflug nach Oberhausen oder ein Dance-Turnier auf dem Programm. In der zweiten Woche lief von Montag bis Freitag die „verlässliche Ferienbetreuung“ für Grundschulkinder. Dazu stand der „offene Treff“ für Jugendliche nachmittags ab 17 Uhr auf dem Programm.

Streng auf die Hygiene geachtet

Natürlich lief alles etwas anders als noch vor der Pandemie ab. „Wir haben sehr streng auf die Hygiene geachtet“, berichtet die Sozialpädagogin und Zak-Leiterin Vera Eßeling im Gespräch mit der Redaktion. Regelmäßiges Händewaschen und Händedesinfizieren habe einfach dazu gehört. „Es ging um die Sicherheit aller, aber natürlich wollten wir den Kindern und Jugendlichen auch etwas bieten. Sie müssen doch einfach mal etwas den Kopf frei bekommen.“

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In der „verlässlichen Ferienbetreuung“ in Kooperation mit der OGS wurden in der zweiten Ferienwoche 30 Grundschulkinder in zwei Gruppen trotz Corona in eine Welt von Spaß und Abwechslung „entführt“. Acht Betreuer und die Zak-Leitung waren dafür vor Ort im Einsatz. „Auch eine Ex-Praktikantin hat uns geholfen. Das hat uns sehr gefreut“, so Vera Eßeling.

In den Bezugsgruppen keine Maskenpflicht

Das besondere dieser zwei so genannten Bezugsgruppen: Die Kinder durften sich innerhalb dieser ohne Maske bewegen. Hygiene griff natürlich auch hierbei. „Wir haben alles Spielzeug nach dem Benutzen desinfiziert“, so die Zak-Leiterin. Gleiches galt für für die 30 Minuten zwischen dem täglichen Abschluss der Grundschuldkinder-Betreuung und dem „offenen Treff“ für Jugendliche, der um 17 Uhr startete.

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„Zwischen 16.30 Uhr und 17 Uhr mussten wir uns richtig sputen, alles im Zak zu desinfizieren und herzurichten“, blickt Vera Eßeling zurück. Für den Treff wird übrigens eine Liste der Teilnehmer geführt. Jeder, der ins Zak will, muss sich in diese eintragen. Vier Wochen wird diese, so wie bei einem Restaurantbesuch, aufbewahrt, um im Fall der Fälle Kontaktpersonen ermitteln zu können. Nach Ablauf der vier Wochen werden die Listen vernichtet.

Viel Arbeit und „positiver Stress“

Insgesamt sei alles viel Arbeit und „positiver Stress“ gewesen. „Wir mussten und müssen viele Regeln beachten, aber als Team haben wir das gut gestemmt. Und wir haben es gerne für die Kinder- und Jugendlichen gemacht“, sagt Vera Eßeling.

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Bereits im August sei für die „verlässliche Ferienbetreuung“ der Rahmen abgesteckt worden. „Im August haben wir dann schon überall angefragt, wohin wir mit den Kindern Ausflüge machen wollten“, so Vera Eßeling. So ging es beispielsweise an einem Tag in den Trampolinpark nach Münster.

Auch ein Feuer zu machen lernten die Grundschulkind

Auch ein Feuer zu machen lernten die Grundschulkinder. © Zak

„Die Kinder konnten bei uns etwas den Alltag vergessen und wir konnten so den Kontakt halten, was sehr wichtig war. Insgesamt hat alles wunderbar funktioniert“, bilanziert Vera Eßeling nach zwei intensiven Herbstferienwochen. Und das trotz der Coronakrise.

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