Kabarettgruppe „Dietutnix“ bringt mit ihrer Weihnachtsgeschichte das Publikum zum Lachen

mlz„Dietutnix“ in Heek

Wenn die vier Frauen von „Dietutnix“ nach Heek kommen, sind zwei Dinge sicher: Die Halle ist ausverkauft und es gibt viel zu lachen. Das Publikum erfuhr, dass Engel scheinheilig sein können

Heek

, 15.12.2019, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Um Spritzgebäck, Engelchen und Krippenspiele geht es im neuen Programm „Scheinheilig ins Spritzgebäck“ der Kabarettgruppe „Dietutnix“. In neuer und alter Besetzung begeisterten sie in der ausverkauften Sporthalle in Heek die überwiegend weiblichen Besucher.

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Ehemals kletterten sie zu Fünft die Karriereleiter der Kabarettgruppen hoch. Zwei Frauen gingen, eine kam neu hinzu. Zusammen mit der urkomischen Sabine Hollefeld, der sangesfreudigen und nicht minder witzigen Susanne Anders und der hochmusikalischen Heike Knief holten sie sich Petra Münsterweg als „Neue“ in die Gruppe. Und das passte hervorragend zusammen.

Mit der Weihnachtstanne in der Badewanne

Mit dem Dietutnix-Klassiker „Ich habe Sommer“ starteten sie ihr weihnachtliches Programm, allerdings mit abgewandeltem Text. „Ich schlafe einfach mit der Weihnachtstanne in der Badewanne“, sang Sabine Hollefeld über ihr Dilemma mit den Hitzewallungen der Wechseljahre.

Knief als Josef, Münsterweg als Maria, Anders als Engel und Hollefeld als Vorleserin zerpflückten und diskutierten die biblische Geschichte. Josef und Maria weigerten sich, am Gazastreifen zur Herberge zu gehen. Bis die Vorleserin entnervt die Debatte beendete, aber wieder in ihrer komisch direkten Art, die erst recht für Heiterkeit im Publikum sorgte. „Diese ganze Scheinheiligkeit. So brav sind wir doch gar nicht“ – mit diesen Worten warf Susanne Anders ihren Job als Engel hin.

Kabarettgruppe „Dietutnix“ bringt mit ihrer Weihnachtsgeschichte das Publikum zum Lachen

Sabine Hollefeld als Engelchen – urkomisch © Elvira Meisel-Kemper

Sabine Hollefeld brachte dafür in ihrer Paraderolle als Engel mit Flügelverbot und mit entnervend schriller Stimme erneut die Besucher zum Lachen. Als Posaunenengel habe sie das zulässige Gesamtgewicht überschritten. Als Schutzengel im Auto eines Fahranfängers fühlte sie sich auch nicht wohl.

Als der „Chef“ sie zur Strafe für ihr ungebührliches Verhalten als Lichterengel auf den Weihnachtsmarkt schickte, aß sie sich dort richtig satt. Und dann verriet sie noch zum Schluss ein Geheimnis: „Der Chef, das ist ‘ne Frau.“

Plätzchen backen für die schwiegertochter

Groß war das Gelächter auch, als das Quartett auf ganz andere Weise die Sterne der Weihnacht zusammenfügten. Anders mutierte zum Adventsstern, Hollefeld zum blinden Seestern, Münsterweg zum Zimtstern und Heike Knief zum Stern von Bethlehem.

Herrlich komisch waren auch Susanne Anders und Sabine Hollefeld in ihrer plattdeutschen Nummer, als sie dem familiären Weihnachten durch eine Reise nach Gran Canaria entflohen. Allerdings hatten sie vorher Dosen voller Spritzgebäck produziert, weil eine Schwiegertochter das so wollte.

Am Ende posierten sie auf komische Weise als vier Schwestern für ein Foto, dass sie der Mutter zu Weihnachten schenken wollten. „Mama hat gesagt, wir können ihr alles schenken, nur kein Foto von uns“, toppte eine Schwester noch die Szene nach einem Anruf der Mutter. Auch damit ernteten sie Gelächter und reichlich Applaus.

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