Kaffee im Gewölbekeller

Neueröffnung

Der tonnengewölbte Bogenkeller des Hohen Hauses macht nicht nur Appetit auf die Erforschung der Jahrunderte alten Ortsgeschichte, sondern auch auf frischen Kuchen und Kaffee: Seit Sonntag befindet sich in dem Untergeschoss der Burganlage ein Café.

HEEK

von von Martin Mensing

, 26.03.2012, 19:16 Uhr / Lesedauer: 2 min
Während es sich die Gäste gemütlich machten, hatten die Mitarbeiter jede Menge zu tun.

Während es sich die Gäste gemütlich machten, hatten die Mitarbeiter jede Menge zu tun.

Heeks erster Bürger richtete seinen Dank an die Familienstiftung „Von Bönninghausen tot Herinkhave/Hohes Haus“. Dass sie das Gebäude der Öffentlichkeit zugänglich und damit Geschichte erfahrbar mache, sei ein großer Verdienst. Ein großes Lob zollte Ulrich Helmich dem Bauleiter Michael Mauritz und den Handwerksbetrieben, die neue Architektur in alte Gemäuer gebracht und hohe Qualität geschaffen hätten. An Lothar von Bönninghausen, Mitglied der Familienstiftung, und Susanne Westphal, Betreiberin des Cafes, überreichte Helmich als Geschenk eine Wachstumsphasenkarte über die Ringburganlage. Die Karte hat Geschichtsexperte Josef Wermert aus Olpe erstellt. Sie zeigt die Entwicklungsstufen der Ringburganlage von der frühestens Besiedlung im zwölften Jahrhundert bis in die Zeit des Urkatasters 1826/27. Ehe Pfarrer Josef Leyer von der katholischen Kirchengemeinde Heilig Kreuz Heek die Räume segnete, beschrieb er mit humorvollen Worte seine Gespräche mit Baron Lodi von Bönninghausen, der 2003 verstarb. Der Baron hatte den Plan, im Keller eine Kapelle zu errichten, wo Pfarrer Leyer mit ihm die Privatmesse feiern sollte. „Dieses verlockende Angebot habe ich dankend abgelehnt, und den Titel Burgpfarrer von Nienborg nicht erhalten“, warf Josef Leyer einen Blick zurück. Umso mehr freute er sich, dass aus dem alten Kohlekeller und Lagerraum für Wein und Getränke einladende Räumlichkeiten entstanden sind. In Anlehnung an die Zeit, als die Burganlage entstanden ist, hatte Pfarrer Leyer ein Nachguss eines Bronzekreuzes aus dem zwölften Jahrhundert als Geschenk mitgebracht. Konzerte und Lesungen Bei Lothar von Bönninghausen und Susanne Westphal war die Erleichterung und Freude über das Ende der Bauarbeiten deutlich spürbar. „Jetzt sieht man nicht mehr, dass es hier vorher dreckig, dunkel und kaputt war“, freute sich Lothar von Bönninghausen. Beide hoffen, dass noch mehr Leben in das altehrwürdige Haus einzieht. Das Erdgeschoss könne für Familienfeiern, Lesungen, Versammlungen oder Konzerte gebucht werden. Am Eröffnungstag strömten die zahlreichen Gäste bei sonnigem Frühlingswetter zum Hohen Haus und genossen den selbst gebackenen Kuchen mit Kaffee und Tee oder gekühlten Getränken.  Geöffnet ist das Ringburg-Café von Donnerstag bis Samstag von 14 bis 19 Uhr und am Sonntag von 11 bis 19 Uhr. Sowohl im Gewölbekeller als auch im Rosengarten haben jeweils 40 Besucher Platz.

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