Einen Nikolausumzug wird es in diesem Jahr im Ortsteil Heek nicht geben. © Löschzug Heek
Coronavirus

Keine Wahl wegen Corona: Nikolausumzug im Ortsteil Heek fällt aus

Der Nikolausumzug durch den Ortsteil Heek hätte am 5. Dezember wieder für leuchtende Kinderaugen gesorgt, doch der Umzug muss wegen Corona ausfallen. Aber es gibt auch eine gute Nachricht.

So traurig die Nachricht für viele Heeker sein dürfte, eine Wahl blieb den Verantwortlichen vom Löschzug Heek am Ende nicht mehr. Schweren Herzens haben sie den Nikolausumzug am 5. Dezember wegen der aktuellen Entwicklung der Corona-Pandemie abgesagt. Doch eine gute Nachricht gibt es auch.

Es war schon alles vorbereitet: Die Leckereien für 1300 Nikolaussäckchen gekauft, die Kostüme lagen bereit und alle Wehrkameraden waren voller Vorfreude auf das, was seitjeher die Kinderherzen im Ortsteil höherschlagen lässt. Zum 94. Mal wäre der Nikolaus mit Knecht Ruprecht eigentlich in diesem Jahr mit einem großen Umzug durch Heek geschritten. Doch Corona macht dem ganzen einen Strich durch die Rechnung.

Jahrzehntelange Tradition

Zur Erklärung: Seit 1926 liegt die Organisation und Durchführung des Nikolausumzuges in den Händen der Feuerwehr. Dabei ist der Ortsteil in mehrere Bezirke eingeteilt, für die jeweils mehrere Wehrkameraden zuständig sind. Dort gehen sie im Vorfeld von Tür zu Tür und fragen ab, wer viele Tüten haben möchte. „Das Schöne ist, dass jeder so viel bestellen und auch bezahlen kann, wie er möchte und kann“, erklärt Jörg Latussek vom Löschzug.

Dabei würden auch viele einfach so spenden, ohne eine Tüte haben zu wollen. Einfach, weil alles in der Gemeinde bleibt und die Tüten den Kindern sowie allen älteren Menschen ab 70 Jahren eine große Freude bereiten würden. Denn natürlich wird auch das Seniorenheim St. Ludgerus besucht. Normalerweise.

Einsatzfähigkeit muss gewährleistet sein

„Es ist schon sehr traurig. Wir hätten den Kindern gerne den Nikolaustag geschenkt“, so Jörg Latussek. Doch die Sicherheit und Gesundheit aller gehe unumstritten vor. Das Gewusel um den Nikolaus, die Hausbesuche, das dichte Gedränge auf den Straßen – all das ist in Zeiten von Corona schlicht nicht möglich.

Hinzu kommt, dass ein solches Event die Einsatzfähigkeit des Löschzuges Heek, als kritische Infrastruktur innerhalb der Feuerwehr Heek, im Falle einer Infektionskette zu sehr gefährden würden. „Es war die einzig richtige Entscheidung, auch wenn sie natürlich weh tut“, sagt Jörg Latussek.

Aber so ganz müssen die Kinder dann doch nicht auf ihre Nikolausüberraschung verzichten. Das ist die gute Nachricht. Denn die 1300 Nikolaussäckchen wird der Löschzug den örtlichen Kindergärten und Schulen spenden. Finanziert über das Spendenkonto des Löschzugs. In der Hoffnung, dass so doch noch ein wenig Nikolausglanz in die Augen der Kinder gelangt.

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