Klangerlebnis mit sechs Chören zum Abschluss

Kreuzwoche

Wer das Programm vorher studiert hatte, konnte zumindest erahnen, dass er einer Art Premiere beiwohnte. Das erste große Konzert nach der Sommerpause in der Heeker Pfarrkirche wird den Zuhörern noch lange im Gedächtnis bleiben. Nicht nur, weil mit sechs Chören ein abwechslungsreiches Programm zu erwarten war, sondern auch, weil es eine ungeahnte Vielfalt in sich barg.

HEEK

von von Helmut Schwietering

, 15.09.2014, 18:14 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Leiterinnen und Leiter der Chöre sorgten mit ihren Sängerinnen und Sängern für ein tolles Konzerterlebnis.

Die Leiterinnen und Leiter der Chöre sorgten mit ihren Sängerinnen und Sängern für ein tolles Konzerterlebnis.

Abwechslungsreich ging es weiter, denn im Gegensatz zum voluminösen Klang des Nienborger Chores wurde es schon wegen der erheblich kleineren Besetzung ruhiger vor dem Altar. Die gesungene Aufforderung zu mehr Vertrauen erreichte die Zuhörer trotzdem bis in die letzten Reihen und mit „Unterwegs in eine neue Welt“ und „Meine Zeit steht in deinen Händen“ steuerte der Heeker Chor seinen äußerst gelungenen Part zum Konzert bei. Der Kirchenchor Welbergen reihte sich klassisch in die harmonischen Vorträge ein. „Der Engel des Herrn“ (Angelus), eine adventliche Marienmotette, deren Mehrstimmigkeit die Gäste ebenso beeindruckte wie das folgende Ave Maria, erklangen – und die Gäste in der voll besetzten Kirche zeigten sich beeindruckt. Das Konzert war jetzt zur Hälfte zu Ende, genau wie im nächsten Lied die Jahresmitte im Mittelpunkt stand.

„Das Jahr steht auf der Höhe“, ein eingängiger und leicht mit zu singender Klassiker forderte alle Anwesenden auf, einzustimmen. Cantamus, ein kleiner aber sehr feiner Chor der schon seit Jahren die Konzerte in Heek bereichert, nahm Aufstellung und es ist immer wieder erstaunlich, wie viel Musik in so wenig Sängerinnen und Sängern steckt. Scheinbar mühelos und wunderbar harmonisch intonierten sie „Bleib bei uns Herr“. Fein akzentuiert ging es auch bei den beiden nächsten Stücken weiter, und mit Evening Rise, einem alten Indianersong, legten sie nach – wie ein musikalischer Sonnenuntergang endete die Abendreise und leitete zum nächsten Programmpunkt über.

Der Kirchenchor Heek reihte sich ein mit festlich-voluminösem Klang und sorgte somit für einen weiteren Kontrast im Programm. „Die Himmel erzählen die Ehre Gottes“ ist eines der bekanntesten geistlichen Lieder geworden und gehörte auch zum Programm an diesem Abend. „Lobe den Herrn, meine Seele“ sowie „Der Herr ist mein Licht“ folgten und der Chor zeigte sich passend zu den ausgewählten Liedern in bester Stimmung. Musikalisch „Taktvoll“ ging es weiter und der gleichlautende Name des nächsten Gastchores trat den Beweis an, dass dieser Programm ist.

Mit dem Mottolied vom Katholikentag 2006 und zwei Stücken sorgten sie für Glanzpunkte des Konzerts, wobei besonders die Sologesänge bei Baba Yetu – dem Vater unser – beeindruckten und durch das Lied afrikanisches Flair in die Kirche einzog. Alle Chöre bescherten den Gästen einen beeindruckenden Konzertabend, den Pfarrer Josef Leyer zwischendurch mit kurzen Denkanstößen zur Bedeutung der Musik für die Menschen ergänzte, und ernteten stürmischen Applaus.

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