Bei der notwendigen Ausrüstung für die Feuerwehr darf monetär nicht gespart werden. © picture alliance / dpa
Kommentar

Klare Kante: Sparsamkeit kann ein Spiel mit dem Feuer sein

Immer mehr Elektroautos sind im Kreis und Heek unterwegs. Doch die Fahrzeuge bergen Gefahren, vor allem für die Feuerwehr. Lesen Sie dazu einen Kommentar von Redakteur Till Goerke.

Klimaschutz hier, Klimaschutz da. Fast schon inflationär wird dieser Begriff verwendet. Ich streite nicht ab, dass dieses Thema sehr wichtig ist, aber nicht alles, was damit einhergeht, bringt nur Vorteile mit sich. Bestes Beispiel sind dafür Elektroautos.

Denn während nicht wenige voll des Lobes sind, dass immer mehr Benziner von den Straßen verschwinden, stellen brennende E-Autos die Feuerwehr vor ein Problem. Erst recht, wenn wie in Heek die passende Ausrüstung fehlt.

Wurde die Problematik bisher nicht erkannt?

Zum effektivem Löschen braucht es einen Spezialcontainer, der geflutet und in dem das Auto versenkt werden kann. Und obwohl im Kreis immer mehr E-Autos zugelassen werden: Angeschafft wurde so ein Container bisher nicht. Okay, so ein Container ist auch nicht im aktuellen Brandschutzbedarfsplan vorgesehen, doch sinnvoll wäre es. Aktuell muss sich die Heeker Feuerwehr nämlich auf die Kollegen aus Ahaus verlassen. Doch klappt das wirklich immer? Eine beunruhigende Abhängigkeit.

Vielleicht haben Lokalpolitik und Verwaltung bisher nicht realisiert, wie brenzlig die Sache so werden kann. Aber Fakt ist: In vielen Bereichen wird Geld investiert, doch an so einer essentielle Stelle (bisher) nicht. Für mich nicht nachvollziehbar.

Bleibt zu hoffen, dass der neu zusammengesetzte Rat das Heft in die Hand nimmt und die Sache auf den Weg bringt. Klar, günstig ist so eine Anschaffung nicht, aber ganz sicher eine nachhaltige Investition.

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