Kreuzschüler forschen international

Projekt Tolle Woche

Fremde Sprache, digitales Neuland: Kreuzschüler sammeln grenzüberschreiten neue Erfahrungen – beim Programmieren und im Gespräch mit niederländischen Schülern.

HEEK

von Von Mareike Katerkamp

, 01.10.2017, 19:49 Uhr / Lesedauer: 2 min
Gemeinsam einen Roboter programmieren: Das war die Aufgabe für die Schüler in der Aula der Paulusschool in Enschede. Und ganz nebenbei sollten die deutschen und niederländischen Schüler dabei auch miteinander in Kontakt kommen.

Gemeinsam einen Roboter programmieren: Das war die Aufgabe für die Schüler in der Aula der Paulusschool in Enschede. Und ganz nebenbei sollten die deutschen und niederländischen Schüler dabei auch miteinander in Kontakt kommen.

Lukas rückt den blauen Helm auf seinem Kopf zurecht und stellt sich in das aufgeklebte Viereck auf dem Boden. Er ist der Roboter, und seine Mitschüler die Programmierer: Und die sollen ihn nun von A nach B befördern – mit Karten in der Hand, auf denen die Befehle stehen: Zwei Schritte vorwärts, Linksdrehung, dann wieder einen Schritt geradeaus, dann die Rechtsdrehung. „Das ist wie ein einfaches Computerprogramm“, erklärt Anika Embregts, Dozentin an der Saxion-Fachhochschule. Und was die Schüler jetzt noch an einem lebenden Beispiel machen, sollen sie später mit echten Robotern am Computer versuchen.

Zu Besuch bei der Paulusschool 

Dafür sind zwölf Schüler der Klassen fünf und sechs der Kreuzschule extra zur Paulusschool nach Enschede gekommen. Im Rahmen der tollen Woche soll dort unter dem Titel „Deutsch ist cool!“ nicht nur die Arbeit mit Robotern im Mittelpunkt stehen – vielmehr sollen diese das verbindende Glied zwischen den deutschen und niederländischen Schülern sein. Die Mädchen und Jungen von der Kreuzschule gehören zur AG „Grenzüberschreitend Forschen“, die in diesem Schuljahr dort gestartet ist. Sie soll die Schüler neugierig auf internationales Forschen in Naturwissenschaften machen. Eng zusammen arbeitet die Schule dabei mit der niederländischen Prinseschool, die an diesem Morgen ebenfalls mit Schülern vor Ort ist.

Schüchterner Start

Doch zunächst sind die Mädchen und Jungs noch ein wenig schüchtern. So recht trauen sie sich noch nicht, auf die niederländischen Schüler zuzugehen, die Sprachbarriere ist bei vielen noch groß. „Ich kann nur ein, zwei Wörter auf Niederländisch“, gibt Lukas zu, sein Freund Max sagt: „Ich habe ein wenig in der Niederländisch-AG gelernt.“ Doch trotzdem gesellt er sich erst einmal zu seinen deutschen Freunden. Aber die Schulleiterin der Kreuzschule, Martina John, wie auch Anika Embregts von der Saxion-Fachhochschule sind zuversichtlich, dass diese Berührungsängste schnell verfliegen. „Wollen sie die Roboter benutzen, müssen sie miteinander reden und sich die Technik gegenseitig erklären“, sagt Embregts. Zudem ist es an diesem Morgen das erste Treffen zwischen den deutschen und niederländischen Schülern.

Und bald steht der Gegenbesuch der Prinseschool in Heek an. Bis dahin haben die Schüler also noch mehrere Wochen Zeit, um einige Wörter mehr der derzeit noch eher fremden Sprache zu lernen. Und von den Robotern sind die meisten Schüler ohnehin schon begeistert. „Ich will Fachinformatiker werden“, sagt der Zwölfjährige Lukas. Da ist er mit dem Projekt auf dem richtigen Weg.

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