Kunstrasen und neuer Kabinentrakt? Heek, Ahle und Nienborg dürfen hoffen

mlzSportausschuss Heek

Der Sportausschuss hat in seiner Sitzung eine Erhöhung der Zuschüsse für die Sportvereine beschlossen. Bis zu einem gemeinsamen Kunstrasenplatz ist es dagegen noch ein weiter Weg.

Heek

, 16.02.2019, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Gleich drei Forderungen enthielt der Antrag des Gemeindesportverbands (GSV), über den der Sportausschuss am Mittwochabend beriet. Dazu zählen die Etablierung einer zentralen Koordinierungsstelle Sport, die Errichtung eines Kunstrasenplatzes und die Verbesserung der Vereins-Finanzen im Rahmen der Sportförderung. Die Verwaltung hatte die Punkte Koordinierungsstelle und Sportförderung zusammengefasst. Bereits 2017 hatte der Ausschuss eine Erhöhung des Gemeindezuschusses um 4400 Euro beschlossen. Darüber hinaus hatte der GSV weitere Erhöhungen beantragt.

Der SPD-Ratsfraktionsvorsitzende Reinhard Brunsch erklärte dazu, angesichts eines geplanten Defizits von 420.000 Euro im Haushaltsplanentwurf gebe es „die Notwendigkeit, die Ausgaben den Gegebenheiten anzupassen.“ Er schlug vor, den gemeindlichen Zuschuss um 10.000 Euro anzuheben. „Das ist unserer Sicht die Obergrenze.“ Darin müsse aber auch ein Betrag für den Angelverein sowie die Koordinierungs-Stelle enthalten sein. CDU-Vertreter Jörg Rosery schlug eine Erhöhung von 12.000 Euro vor. Diese Summe beschloss der Ausschuss mit den Stimmen der CDU-Fraktion bei Enthaltung der SPD-Vertreter.

Beim Kunstrasen sind noch viele Fragen offen

Einen gemeinsamen Kunstrasen für die drei Fußballvereine aus Ahle, Heek und Nienborg sehe die SPD-Fraktion grundsätzlich positiv, erklärte Brunsch. „Wir finden es richtig, dass die Planungen beginnen.“ Gleichzeitig mahnte er an, die Vereine sollten zunächst die Gestaltung der gemeinsamen Nutzung klären. „Es kann nicht sein, dass ein Kunstrasen gebaut wird und es hinterher Streit gibt, wer dort wann spielt. Bei schlechtem Wetter wollen alle gleichzeitig.“ Auch die Frage einer gemeinsamen Nutzung von Umkleidekabinen und Klubheim sei noch zu klären.

Jörg Rosery machte deutlich, dass auch die CDU das Vorhaben unterstützt. Die Verwaltung solle Fördermöglichkeiten prüfen. „Bei der Koordination sehe ich aber die Vereine in der Verantwortung“, so Rosery. Ohnehin sei die Planung des Kunstrasens eher mittelfristig angelegt. Verwirrung herrschte zunächst über die Frage, ob dafür auch kurzfristig schon Mittel bereitstehen. Bürgermeister Franz-Josef Weilinghoff hatte erklärt, dass im Haushaltsplanentwurf noch kein Geld vorgesehen sei und wurde diesbezüglich von Hermann-Josef Schepers korrigiert. 10.000 Euro stehen für die „Planung eines Kunstrasenplatzes am Sportzentrum Heek“ im Haushaltsentwurf.

Neue Kabinen auch in Nienborg?

Priorität habe laut Brunsch aber die Frage nach dem zweiten Spielfeld in Nienborg. Insbesondere wolle er wissen, wo es Differenzen zwischen Ausschreibung und Ausführung gegeben habe. „Das sind wichtige Kriterien für die Frage nach der Verantwortung.“ Diesbezüglich erwarte er nächste Woche im Bauausschuss Antworten seitens des Bauamts.

Mit rund 225.000 Euro Baukosten wurde der Kabinenumbau des SV Heek um 25.000 Euro günstiger als geplant. Ingo Trawinski dankte dem Verein im Namen der CDU-Fraktion für die umfangreichen Eigenleistungen, die dazu beigetragen hatten, dass das Projekt unter dem Budget geblieben war. „Eine Viertelmillion ist schon eine Hausnummer“, wandte Brunsch ein. „Und ich befürchte, dass der Antrag Junge bekommt.“ So rechne er anlässlich des 2023 anstehenden Jubiläums des SC Rot-Weiß Nienborg mit einem ähnlichen Antrag. „Das sehe ich eher als gleiches Recht für alle“, meinte Jörg Rosery.

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