Das Thema Campus und/oder „Campi“ auf der Ex-Hülsta-Fläche schlug schon mehrfach hohe Wellen. © Till Goerke
Projekt

Machercampus: Entscheidung hinter verschlossenen Türen gefallen?

Der geplante Machercampus auf dem Ex-Hülsta-Areal sorgte schon für jede Menge Wirbel. Eine Entscheidung stand bisher aus. Ist diese jetzt hinter verschlossenen Türen gefallen?

Es ähnelt einem Puzzle, das sich über die zurückliegenden Wochen und Monate Stück für Stück zusammengesetzt hat. Der Heeker Unternehmer Ludger Gausling möchte auf der Ex-Hülsta-Fläche einen Campus und (!) einen „Campi“ für Energie und Umwelt realisieren. Dazu benötigt der Unternehmer weitere Flächen und somit grünes Licht aus der Politik. Hat es dieses jetzt gegeben?

Nachdem der Unternehmer Ende April unter Begleitung von Hans Schöttler im Haupt- und Finanzausschuss (HFA) die Bombe platzen ließ und verkündete, dass die Dimension des Projektes deutlich größer werden soll, als zuletzt offiziell kommuniziert, war die Überraschung groß – für die Verwaltung und die Lokalpoltiker.

Rat berät über das Thema

Erst recht, weil Schöttler eine zügige Entscheidung in Bezug auf die benötigte Flächenvergaben mittels Drohung („Herr Gausling muss das nicht in Heek machen, es gibt andere Möglichkeiten.“) einforderte. Zuvor ließ sich der Unternehmer mit Blick auf den Campus entgeltlich von drei Mitglieder des Dinkelbündnis unter dem Projektnamen „Trion“ beraten.

Und jetzt stand das Thema Campus im Rat auf der Tagesordnung – im nichtöffentlichen Teil. Wurde da hinter verschlossenen Türen etwa eine Entscheidung getroffen? Nachfrage bei Bürgermeister Franz-Josef Weilinghoff.

„Wir sind in einem intensiven Austausch mit den Investoren“, stellt der Bürgermeister klar. Beschlüsse seien keine gefasst worden. Die Entscheidungen seien nach wie vor offen. Sowohl was die zusätzliche Flächenvergabe angeht als auch die Frage, ob ein „Campi“ (die kleine Version – d. Red.) letztlich politisch gewollt ist.

Fragenkatalog wird entwickelt

Derzeit sind die Fraktionen dabei, Informationen einzuholen. „Auch arbeiten wir aktuell gemeinsam an einem Fragenkatalog“, so der Bürgermeister. Also ein Fragebogen mit Input aus der Lokalpolitik. Dieser Katalog soll dann intensiv mit dem Investor durchgesprochen werden, wie der Bürgermeister sagt. „Um alle offenen Fragen sauber zu klären.“

Denn von diesen gibt der derzeit offensichtlich noch jede Menge. Nach den vagen Ausführungen von Hans Schöttler im Ausschuss kommt das aber auch nicht überraschend. Auf konkrete Nachfragen der Ausschussmitglieder hatte Schöttler seinerzeit kaum präzise Antworten parat. Viele „könnte“, „müsste“ und „sollte“ waren dabei.

Dessen ungeachtet steht der Bürgermeister dem Projekt weiterhin offen gegenüber, wie er betont. Eine Aussage, die vor allem auf den „Campi“ bezogen sei. Auch die Lokalpolitik hat diesbezüglich bereits grundsätzliche Zustimmung signalisiert. Was derzeit noch fehlt, sind klare Antworten auf die offenen Fragen. „Wir sind aber ein gutes Stückchen weitergekommen“, so Weilinghoff.

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