Auf dem ehemaligen Hülsta-Gelände soll der „Machercampus“ entstehen. Ludger Gausling treibt das Projekt voran. © Markus Gehring
Projekt

„Machercampus“ soll auf ehemaligem Hülsta-Gelände für Vernetzung sorgen

Der Heeker Unternehmer Ludger Gausling hat sein nächstes Projekt auf den Weg gebracht. Auf dem ehemaligen Hülsta-Gelände soll ein „Machercampus“ für Start-ups und Pioniere entstehen.

Der Unternehmer Ludger Gausling hat in Heek schon viele Projekte vorangetrieben. Nun hat er ein neues auf dem Zettel und bereits weit nach vorne gebracht. Auf dem ehemaligen Gelände des Unternehmens Hülsta soll ein sogenannter „Machercampus“ entstehen. Ein Ort, an dem sich vor allem junge Menschen und Unternehmen vernetzen können. Schwerpunkte sind die Themen Energie und Umwelt.

„Der Machercampus wird ein Ort, an dem neue Ideen in den Bereichen umweltverträglicher Energiegewinnung und -nutzung entwickelt und umgesetzt werden“, heißt es in einer Pressemitteilung. Mitinitiator Ludger Gausling sagt dazu: „Ich möchte andere dabei unterstützen, gute Ideen in die Tat umzusetzen. Start-ups, Studenten und andere Pioniere sollen bei ihren ersten Gehversuchen Unterstützung bekommen.“ Gedacht sei der „Machercampus“ für alle Menschen mit innovativen Ideen.

Bauarbeiten können beginnen

Der Grundstein dafür ist bereits gelegt. Ludger Gausling erklärt im Gespräch mit der Redaktion: „Wir haben einen Teil des ehemaligen Hülsta-Geländes gekauft, die Pläne stecken schon in der Schublade.“ Auch die Baugenehmigung von der Gemeinde liegt vor. Nun warten die Beteiligten darauf, dass die Handwerker anrücken. „Sobald das beauftragte Bauunternehmen Kapazitäten frei hat, geht es los“, so Gausling. Er schätzt, dass die Arbeiten rund ein Jahr in Anspruch nehmen werden.

Ludger Gausling ist zwar Investor, möchte sich danach aber weitgehend zurückziehen. „Die Leute sollen sich im Machercampus austauschen und gegenseitig voneinander profitieren.“ Er hat schon damit begonnen, Interessenten – unter anderem eine Hochschule – anzusprechen. Wie die Vermietung der Büroräume am Ende abläuft, ist allerdings noch nicht geklärt. „Das genaue Konzept erarbeiten wir im Laufe des Jahres.“

Bodenständigkeit und Innovation

Den Nutzern des Machercampus soll aber möglichst große Freiheit eingeräumt werden. „Grenzen gibt es eigentlich keine. Wer möchte, kann sich von morgens um 8 Uhr bis abends um 22 Uhr hier aufhalten“, sagt Ludger Gausling. Um finanziellen Gewinn geht es ihm dabei nicht. „Klar, die Kosten sollen wieder reinkommen. Aber es ist auch Sponsoring für junge Unternehmer und den Wirtschaftsstandort Heek. Vielleicht entsteht dadurch ja die eine oder andere Firma in der Gemeinde.“

Das erste Feedback fällt jedenfalls positiv aus, was den Heeker Unternehmer in seinem Vorgaben bestärkt. Einen Namen für den Machercampus hat er bereits gefunden und zeigt die Verwurzlung mit dem Münsterland: „maakwi“, also Plattdeutsch für „machen wir“. Der Investor erklärt: „Wer mit der hiesigen Mundart vertraut ist, für den bedeutet ‚maakwi‘ Unternehmergeist und Verlässlichkeit. Für alle anderen klingt es vielleicht etwas exotisch.“ Und genau das soll der Machercampus verbinden: Bodenständigkeit und Innovation.

Über den Autor
1991 in Ahaus geboren, in Münster studiert, seit April 2016 bei Lensing Media. Mag es, Menschen in den Fokus zu rücken, die sonst im Verborgenen agieren.
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Johannes Schmittmann

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