Mädchen erobern Werkstatt

Girl´s Day

„Irgendetwas mit Menschen“ wolle sie einmal beruflich machen, sagt Sophie Göcke (13) am Donnerstagmorgen. Ihre Freundin Maria Wildenhues nickt bestätigend den Kopf: „Am liebsten mit Kindern.“ Nur wenige Stunden später: Die Mädchen haben ihre ursprünglichen Berufspläne zwar nicht über den Haufen geworfen, doch inzwischen können sie sich auch etwas ganz anderes vorstellen: KFZ-Mechanikerin – warum nicht?

HEEK

von von Sylvia Lüttich-Gür

, 14.04.2011, 15:55 Uhr / Lesedauer: 1 min
Maria (M.) und Spohie in der Werkstatt von Ralf Homölle.

Maria (M.) und Spohie in der Werkstatt von Ralf Homölle.

Maria und Sophie begrüßen, dass sie in einem „echten Betrieb“ sein dürfen. Für beide ist das der erste Ausflug in die Berufswelt. Und dass sie nicht nur zugucken, sondern auch gleich mit anpacken dürfen, macht ihnen besonders Spaß: Ölstand messen, Wischwasser nachfüllen,

Radmuttern anziehen helfen – das ist nicht nur Jungensache, wie die beiden feststellen. Obwohl: Das Autohaus Homölle hatte seit seiner Gründung 1975 noch keine weibliche Auszubildende in der Werkstatt. „Dabei ist die Arbeit von jungen Frauen genauso gut zu bewältigen wie von Männern“, steht für Ralf Homölle fest. Maria und Sophie hören es gerne. Wer weiß: Vielleicht suchen sie in drei Jahren eine Ausbildungsstelle in einem Bereich, der nit Menschen zu tun hat – und mit Autos. 

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