Nach teurem Sperrmüll-Irrtum: Neue Bank vor Heeker Weinhandlung ist jetzt angekettet

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Mitarbeiter der Entsorgungsfirma Stenau schredderten vergangenes Jahr die Teakholzbank vor der Weinhandlung Beugelink kurz und klein. Ein teurer Irrtum, darum ist die neue Bank gesichert.

Heek

, 18.02.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es war ein teurer Irrtum, der sich im August 2019 in Heek ereignete. Mitarbeiter der Firma Stenau hatten die teure Teakholzbank vor der Weinhandlung Beugelink für Sperrmüll gehalten und kurzerhand im Müllwagen geschreddert. Monatelang tat sich in der Folge seitens des Entsorgungsbetriebes fast nichts. Keine Entschuldigung, kein Schadensersatz. Doch das ist jetzt Geschichte.

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Denn mittlerweile steht wieder eine dunkelbraune Teakholzbank vor der Weinhandlung. Seit gut einer Woche. „Wir sind froh, dass sich die Sache damit endlich erledigt hat“, sagt Rita Beugelink auf Nachfrage. Zwar sei es unverständlich, dass sich die Geschichte so in die Länge gezogen habe, aber am Ende zähle das Resultat.

Ankettung ist eine reine Vorsichtsmaßnahme

Und das steht jetzt an exakt gleicher Stelle wie die alte Bank. Mit einem entscheidenden Unterschied: Die neue Bank ist angekettet. Sicher ist sicher. „Eine reine Vorsichtsmaßnahme. Das soll kein Misstrauen sein, aber noch mal möchten wir keinen Ärger damit haben“, erklärt Rita Beugelink diesen Schritt.

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Nachvollziehbar, schließlich wurden die Beugelinks lange vertröstet. Denn nachdem Stenau dem Ehepaar eine neue Bank in „Leichtbauweise“ angeboten hatte, geschah lange Zeit nichts mehr. Zum Verständnis: Der Neupreis der Teakholzbank betrug 400 Euro, Stenaus erstes Angebot lag irgendwo bei 100 Euro.

Die Schadensmeldung wurde nicht ideal abgewickelt

Dass danach der Kontakt abgebrochen sei, erklärte Dr. Georg Grüber aus der Stenau-Geschäftsführung gegenüber dieser Redaktion im Dezember 2019 wie folgt: „Die Schadensmeldung hat ein Auszubildender aufgenommen und die Sache, wie sage ich es, nicht so ideal abgewickelt.“ Der Geschäftsführer versprach zudem, die Sache umgehend klären zu wollen. Und hielt Wort.

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Über eine Stenau-Mitarbeiterin aus der Zentrale sei dann alles ganz schnell gelaufen, wie Rita Beugelink berichtet. „Neben einer ausdrücklichen Entschuldigung haben wir uns auch auf einen Schadensersatz verständigt.“ 200 Euro überwies Stenau in der Folge auf das Konto der Eheleute.

Stenau zahlt 200 Euro Schadensersatz

Und warum nicht die volle Summe, sprich 400 Euro? „Weil die Bank ja auch schon ein paar Jahre auf dem Buckel hatte“, so Rita Beugelink. Die ausgehandelte Summe sei angemessen gewesen. Und mit ein bisschen eigenem Zuschuss wurde im Anschluss eine neue Teakholzbank gekauft. Und jetzt auch wieder aufgestellt.

Das dürfte auch viele Fahrgäste der angrenzenden Bushaltestelle freuen. Denn an dieser gibt es keine Sitzgelegenheit. Und da ist doch eine Bank in nur wenigen Metern Entfernung eine willkommene Sache.

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