Neue Advena-Skulptur sitzt jetzt vor der Nienborger Wassermühle

Kunstobjekt

Anlässlich des 50-jährigen Bestehens des Heimatvereins Nienborg wurde im Ortsteil an der Wassermühle ein ganz besonderes Kunstobjekt aufgestellt. Eines, das von Dauer sein soll.

Heek

von Rupert Joemann

, 27.06.2020, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Auch Hubert Steinweg (3. v. l.) und Bürgermeister Franz-Josef Weilinghoff (M.) waren bei diesem besonderen Moment der Einweihung dabei.

Bürgermeister Franz-Josef Weilinghoff (M.) und viele Heimatfreunde waren bei diesem besonderen Moment der Einweihung dabei. © Rupert Joemann

Das nennt man wohl Millimeterarbeit. Die Bronzeskulptur von Paul Advena sitzt auf einer Bank auf dem Platz vor der Wassermühle in Nienborg und hat die Füße auf dem Pflaster stehen. Künstler Erich Büscher-Eilert (Leer) nimmt die richtige Position noch einmal ab. Aber auch er ist zufrieden. Am Freitagnachmittag (26. Juni) wurde die Figur unter den Augen von Bürgermeister Franz-Josef Weilinghoff und Theo Franzbach, Vorsitzender des Heimatvereins Nienborg, aufgestellt.

„Wer hat heute Morgen Brötchen gegessen?“, fragt Tischler Ulrich Heidemann. Er sucht noch kräftige Hände, die mit anpacken, die 120 Kilogramm schwere Figur aus dem Bulli zu heben. Die Helfer sind schnell gefunden, auch ohne Brötchen.

Bronzefigur liegt erst auf dem Rücken

Zunächst liegt die Bronzefigur des Heimatdichters mit dem Rücken auf der Holzbank. Dann wird sie aufgerichtet. „Der braucht noch ein Kissen unter dem Hintern“, ruft einer der Zuschauer. Doch dem ist nicht so.

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Die Skulptur passt genau auf die Bank. Erich Büscher-Eilert hat das Modell bewusst drei Prozent größer geformt. Schließlich wird die Skulptur beim Guss rund 2,5 bis drei Prozent kleiner. Das hat der Leerer mit einkalkuliert.

Figur schaut genau auf die Wassermühle

Einer der Helfer legt der Figur einen langen Besenstiel auf den Kopf. Damit wird die genaue Blickrichtung kontrolliert. Schließlich soll der Dichter, der von 1865 bis 1947 gelebt hat, sinnierend genau auf die Wassermühle schauen. Das tut sie.

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In der Hand hält er ein Buch, in dem auf einer Seite ein Gedicht über Nienborg zu lesen ist. Eine erläuternde Bronzetafel ist auf dem Boden befestigt. „Der Heimatdichter ist wieder nach Nienborg zurückgekehrt“, sagt Theo Franzbach. Dem Heimatverein sei wichtig gewesen, dass sich Besucher direkt neben Paul Advena setzen können.

Skulptur hat rund 23 000 Euro gekostet

Die Advena-Skulptur hat rund 23 000 Euro gekostet. Das Land Nordrhein-Westfalen übernimmt 50 Prozent der Kosten, der Heimatverein Nienborg 40 Prozent und die Gemeinde Heek zehn Prozent.

Auch Bürgermeister Weilinghoff findet gut, dass die Skulptur „nicht nur so dasteht, sondern genutzt werden kann. Das wird neugierig machen“, ist der Bürgermeister überzeugt.

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Eigentlich sollte die Figur anlässlich des 50-jährigen Bestehens des Heimatvereins bereits eine Woche nach Ostern aufgestellt werden, doch die Corona-Pandemie verhinderte das.

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