Wenig optimal ist die neue, durchgezogene Fahrbahnmarkierung in Nienborg im Bereich der Burg/Steinweg für alle Verkehrsteilnehmer. © Markus Gehring
Straßensanierung

Neue Markierung auf Hauptstraße: „Das macht so alles keinen Sinn!“

Noch ganz frisch ist die neue Fahrbahnmarkierung auf der Nienborger Hauptstraße. Doch das Ganze wirft Fragen auf. Denn Sinn macht die durchgezogene Linie dort nicht. Eine Erklärung gibt es aber.

Da ist aber irgendwas schief gelaufen. Oder anders gesagt: Da hat jemand bei den Ausbesserungsarbeiten an der Nienborger Hauptstraße und bei der neu aufgetragenen Fahrbahnmarkierung mal richtig gepennt. Denn das Bild, das sich auch noch am Dienstag (11. August) zeichnete, wirft Fragen auf.

Der Fauxpas als solcher liegt schon einige Tage zurück. Doch behoben ist er noch immer nicht in Gänze. Zur Erklärung: Im Zuge der Sanierung der L573 wurde auch die Hauptstraße mitten durch Nienborg ausgebessert. Dazu gehört auch das Aufbringen einer neuen Fahrbahnmarkierung. Die Arbeiten erfolgten im Auftrag von Straßen-NRW und wurden von einer Straßenbaufirma aus Bramsche durchgeführt.

Notdürftige Nachbesserung bereits erfolgt

Und eigentlich müsste die Markierung im Bereich des Parkplatzes vor der Burganlage sowie dem Steinweg gestrichelt sein, sodass Autos und Co. jeweils dort auf den Parkplatz, die Burganlage oder den Steinweg erlaubter Weise abbiegen dürfen. Doch der weiße Strich ist durchgezogen. An einigen Stellen wurde bereits notdürftig schwarze Farbe aufgetragen, um den Patzer zu kaschieren.

Ein Abbiegen auf den Parkplatz ist aus Richtung Heek kommend „dank
Ein Abbiegen auf den Parkplatz ist aus Richtung Heek kommend „dank” der durchgezogenen Linie momentan offiziell nicht erlaubt – sollte es aber sein. © Markus Gehring © Markus Gehring

Problem der durchgezogenen Linie: Aus Richtung Heek kommend ist ein Abbiegen links zur Burg und zum Parkplatz verboten. Aus Richtung Epe kommend darf man links nicht in den Steinweg abbiegen. Und kommt man von der Burg, darf man nicht geradeaus in den Steinweg fahren. Die Linie verbietet das zumindest offiziell.

Straßen-NRW mit klarem Statement

Nachfrage bei Straßen-NRW. Stefan Elsinghorst stellt klar: „Das macht so überhaupt keinen Sinn. Das ist klar. Da hat wohl jemand nicht aufgepasst.“ Will heißen: Die Mitarbeiter der Straßenbaufirma haben nicht mitgedacht. Warum und wieso, ist nicht klar. Fakt ist: In Teilen wurde schon versucht, den Fehler zu begradigen.

An einigen Stellen haben die Mitarbeiter der Straßenbaufirma bereits versucht, den Fehler mit Farbe zu korrigieren.
An einigen Stellen haben die Mitarbeiter der Straßenbaufirma bereits versucht, den Fehler mit Farbe zu korrigieren. © Markus Gehring © Markus Gehring

„Das wird komplett überarbeitet. Dafür werden wir sorgen“, so Stefan Elsinghorst. Dabei soll die durchgezogene Linie so gefräst werden, dass das typische „Strich-Lücke-Muster“ entsteht und damit ein Abbiegen wieder erlaubt ist. Von schwarzer Farbe auf der Fahrbahn, wie sie am Dienstag zu sehen war, war seitens Straßen-NRW nicht die Rede.

„Fehler passieren, wichtig ist, dass sie ausgebügelt werden“, hebt Stefan Elsinghorst hervor. Und dieses Ausbügeln soll nun komplett und zügig erfolgen. Ob mittels Fräse oder Farbe wird sich allerdings erst noch zeigen. Und solange dürfen sich Verkehrsteilnehmer noch darüber ärgern, dass sie an drei Stellen nicht so abbiegen dürfen, wie es eigentlich erlaubt sein müsste.

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