Neuer Mittelpunkt für alle

Heek "Hätte mir jemand im Januar gesagt, dass wir das damals erst beantragte Heimathaus bereits am 30. September einweihen könnten - ich hätte ihn schlichtweg für verrückt erklärt", so Hermann Wierling, Präsident des Heimat- und Schützenvereins St. Ludgerus.

30.09.2007, 15:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Der Wunsch der Heimatfreunde nach einem eigenen Domizil hat sich im Eiltempo erfüllt - und das obwohl vor der Tür des neuen Treffpunkts im Herzen Heeks eine Ruhebank steht, die ausgerechnet die Aufschrift trägt: "Gott schuf die Zeit, von Hektik hat er nichts gesagt."

In Ruhe miteinander ins Gespräch kommen und die Gemütlichkeit der 120 Jahre alten, unter Denkmalschutz stehenden Räume genießen - das sollen seit gestern im renovierten Wohntrakt des Bürgerhauses Eppingscher Hof nicht nur Heimatfreunde, sondern alle Bürger, "Poahlbürger genauso wie Neubürger, Jung genauso wie Alt", betonte Bürgermeister Dr. Kai Zwicker während der feierlichen Einweihung, die sich eine plattdeutschen Messe anschloss. Die Neuordnung des Eppingschen Hofes, der seit 1990 als Heeker Bürgerhaus fungiert, habe einen neuen Treffpunkt geschaffen, ohne einer anderen der zahlreichen Nutzergruppen - von der VHS bis zu den Parteien - ihre Bleibe zu nehmen.

Karl-Heinz Latussek, der Leiter der Heimatvereinsgruppe, erinnerte an die historische Bedeutung des Hofes, in dessen ehemaligem Wohntrakt sich das Heimathaus befindet: "Er wurde 1344 erstmals urkundlich erwähnt und gehört damit zu den ältesten Hofstellen Heeks."

Nicht nur Einweihung und Schlüsselübergabe verfolgten zahlreiche Bürger auf der für diesen Zweck gesperrten Straße zum Marktplatz. Auch beim Tag der offenen Tür am Nachmittag gaben sich viele die Klinke des neuen Heimathauses in die Hand - genau so, wie es sich Gemeinde und Heimat- und Schützenverein auch künftig wünschen. www.hsv-heek.de

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