Neues Beleuchtungskonzept für den Stiegenpark: Das ist geplant und so viel soll es kosten

mlzBauausschuss

Viele „Problemzonen“ im Stiegenpark gehören bereits der Geschichte an. Die Beleuchtungssituation in den Abend- und Nachstunden gehört nicht dazu. Das soll ich ändern. Das Konzept steht.

Heek

, 05.12.2019, 10:33 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es ist dunkel. Die Orientierung fällt schwer. Nur an einigen Stellen sind die Wege durch eine Laterne etwas erhellt. An anderen Stellen ist es stockfinster. Ein Zustand, der im Heeker Stiegenpark bald der Vergangenheit angehören soll. Neue Leuchtköpfe und zusätzlichen Laternen sollen den Park in den Abend- und Nachstunden etwas mehr erhellen.

Das beschlossen die Mitglieder des Bauausschusses in der jüngsten Sitzung einstimmig. Besonders vor dem Hintergrund, dass in den vergangenen Wochen im Stiegenpark viel Vandalismus betrieben wurde, eine Maßnahme, die Sinn ergibt. „Das war richtig ärgerlich. Der Stiegenpark muss ein Ort bleiben, wo sich alle treffen können und wohlfühlen“, stellt in der Sitzung Mario Strehlow (CDU) klar.

LED-Leuchtköpfe sollen installiert werden

Die Idee: Die neuen LED-Leuchtköpfe (20.000 Euro für 12 bis 15 Leuchten) sowie zwei zusätzliche Laternen (8000 Euro) sollen den Park aufhellen, um so die Anonymität durch die aktuell noch vorherrschende Dunkelheit ein Stück weit aufzuheben. „Wer gesehen wird, macht auch weniger Unsinn“, merkte Bürgermeister Franz-Josef Weilinghoff an.

Neues Beleuchtungskonzept für den Stiegenpark: Das ist geplant und so viel soll es kosten

Die Leuchtköpfe der Laternen in der Stiegen sollen ausgetauscht (LED) sowie zwei neue Laternen aufgestellt werden. © Till Goerke

Zu Testzwecken hatte die Verwaltung bereits im Vorfeld der Sitzung einen Leuchtkopf ausgetauscht. Die Laterne, die die unmittelbarer Nähe der Aussichtsplattform steht, war das Testobjekt. Das Ergebnis? „Sehr zufriedenstellend“, wie Bauamtsleiter Herbert Gausling sagt.

Zwei neue Laternen sollen aufgestellt werden

Ursprünglich sollten sogar vier neue Laternen installiert werden, doch während einer Ortsbegehung im Vorfeld der Sitzung verständigten sich die Ausschussmitglieder auf lediglich zwei neue Laternen - aus Insektenschutzgründen.

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Denn die so genannte „Lichtverschmutzung“ soll nicht unnötig in die Höhe getrieben werden. Schließlich werden viele Insekten vom Licht angezogen und schwirren oftmals so lange um die Lichtquelle, bis sie vor Erschöpfung sterben. „Darum sind wir froh, dass es nur zwei neue Laternen gibt“, so Hermann-Josef Schepers (SPD).

Die Beleuchtung soll nach unten gerichtet sein

Positiv: Laut des Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) in Berlin haben moderne LED-Lampen eine geringere Anziehungskraft als beispielsweise Quecksilberdampf-Hochdrucklampen, da sie kein UV-Licht abstrahlen. Zudem soll die Beleuchtung in der Stiege nach unten gerichtet sein. „Ob wir das dann noch weiter optimieren können, müssen wir sehen“, so Herbert Gausling.

Neues Beleuchtungskonzept für den Stiegenpark: Das ist geplant und so viel soll es kosten

Für den Zugang zum Stiegenpark vom „Schwatten Berg“ aus soll noch ein Konzept entwickelt werden. Denn nach Regenfällen bilden sich dort große Pfützen. So kleine wie auf diesem Bild sind da schon die Ausnahme. © Till Goerke

Übrigens: Die Verbesserung der Beleuchtung ist einer von vielen Punkten, die in der Stiege in diesem Jahr auf der to-do-Liste der Gemeindeverwaltung stehen. 54.000 Euro wurden bisher für die Ausbesserungen in der Stiege investiert - beispielsweise für die neue Aussichtsplattform (23.000 Euro), Verlegung des Stromkastens (7500 Euro) oder die Erneuerung der Fontänenpumpen im Regenrückhaltebecken (17.000 Euro).

Zugang vom „Schwatten Berg“ nach Regenfällen mühsam

Im kommenden Jahr sollen vorläufig weitere 20.000 Euro im Haushalt eingeplant werden. Denn neben der Verbesserung der Beleuchtung im Park soll auch die Wasserfontäne illuminiert werden. Und: Der Zugang zur Stiege vom „Schwatten Berg“ aus soll so gestaltet werden, dass auch nach Regenschauern ein Zugang ohne tiefe Pfützen auf dem Weg gewährleistet ist.

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Denn aktuell läuft das Regenwasser dort alles andere als gut ab. Je nach Intensität des Regens bilden sich dort große Pfützen. „Da braucht man ja schon fast Gummistiefel“, wie Mario Strehlow (CDU) anmerkte, „da muss jetzt eine vernünftige Lösung her.“ Diese auszuarbeiten, ist jetzt die Aufgabe der Gemeindeverwaltung.

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