Neues Konzept will Leben in den Dorfkern bringen

Alte Gaststätte Heisterborg

„Ich bin begeistert“ (Hermann Wierling, Vorsitzender Planungsausschuss), „Eine sehr überzeugende Planung“ (Willi Uphues, CDU), „Beeindruckend, ein absolut gelungenes Konzept“ (Hermann-Josef Schepers, SPD) – uneingeschränktes Lob gab es im Fachausschuss für den von Stadtplaner Heiner Farwick vorgestellten Entwurf des neuen Gebäudeensembles, das auf dem Grundstück der ehemaligen Gaststätte Heisterborg am Markt entstehen soll.

HEEK

von Von Manfred Elfering

, 20.10.2011, 14:39 Uhr / Lesedauer: 1 min
So soll das neue Ensemble auf dem Grundstück der ehemaligen Gaststätte Heisterborg aussehen (Ansicht vom  Eppingschen Hof aus).

So soll das neue Ensemble auf dem Grundstück der ehemaligen Gaststätte Heisterborg aussehen (Ansicht vom Eppingschen Hof aus).

Die Planung berücksichtige sowohl die Neugestaltung der B 70-Ortsdurchfahrt im betreffenden Bereich als auch dessen Bedeutung als Ortseingangs-/-ausgangssituation sowie das Erscheinungsbild des Umfelds, wie Farwick einleitend betonte. Entstehen soll ein Komplex mit zwei neuen, jeweils zweigeschossigen Hauptgebäuden, die so angeordnet sind, dass eines von ihnen eine Sichtlinie zur Ludgeristraße hin bilden und das zweite um 90 Grad versetzt daneben stehen soll. Angedacht sind in dem einen Untergeschoss eine komplett gastronomische Nutzung im Innen- und Außenbereich – idealerweise mit der Vermietung von Fremdenzimmern im Obergeschoss – , in dem anderen Gebäude Einzelhandel im Erdgeschoss mit Wohnungen darüber. Beide Gebäude würden ein Satteldach tragen und als Wandmaterial hauptsächlich rote Ziegel aufweisen. Hinzu kämen eine überdachte Stellplatzanlage im hinteren Bereich sowie weitere Parkplätze zur Straße hin.

Mit diesem Konzept schlägt der Planer gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe: Der alte Dorfkern könnte wiederbelebt werden, der historisch geprägte Charakter dort stärker hervorgehoben, die Aufenthaltsqualität verbessert und die Umgebung als Standort zum Wohnen und für den Einzelhandel attraktiver werden. Zudem würde der östliche Ortseingang eine deutliche Aufwertung erfahren – „als städtebauliches Pendant zum Gabelpunkt“, wie Farwick es formulierte. Und noch ein weiterer, sehr erwünschter Nebeneffekt würde erzielt, denn durch das Angebot von Fremdenzimmern – wenn es denn dazu käme – fänden sich endlich auch Übernachtungsmöglichkeiten im Ortsteil Heek. Die Planung überzeugte beide Fraktionen im Ausschuss vollends, es gab nur wenige Detailfragen. Einstimmig wurde die Verwaltung per Beschluss beauftragt, das alte Gebäude Heisterborg abreißen zu lassen, die Planung für die Neubauten voranzutreiben und die vertraglichen Regelungen vorzubereiten.

Lesen Sie jetzt