Schneise der Verwüstung: Unbekannte brechen in das Vereinsheim von RW Nienborg ein

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Kummer ist man bei RW Nienborg mit Blick auf einen der sanierungsbedürftigen Sportplätze schon gewöhnt. Doch jetzt brachen auch noch bisher Unbekannte in das Vereinsheim des Klubs ein.

Heek

, 18.09.2019, 14:03 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es ist ja nicht so, dass die Verantwortlichen von RW Nienborg keinen Kummer gewöhnt sind. Zum einen steht einer der Sportplätze auf dem Vereinsgelände des Öfteren unter Wasser und ist somit für den Spiel- und Trainingsbetrieb ungeeignet.

Zum anderen ziehen sich die politischen Diskussionen um die Errichtung einer weiterer Flutlichtanlage wie ein zäher Kaugummi in die Länge. Und jetzt muss sich der Vorstand des Klubs auch noch mit den Folgen eines Einbruches in das Vereinsheim auseinandersetzen.

Täter hinterlassen eine Schneise der Verwüstung

In der Nacht von Sonntag auf Montag drangen nämlich bisher Unbekannte in das Klubheim an der Ochtruper Straße ein. Dabei hebelten die Täter eine Tür auf und hinterließen im Vereinsheim eine Schneise der Verwüstung. Die Beute? Gering. Zwei Kisten Bier und ein TV-Gerät.

Schneise der Verwüstung: Unbekannte brechen in das Vereinsheim von RW Nienborg ein

Auf welchem Weg die Täter auf das Vereinsgelänge gelangten, ist derzeit nicht bekannt. © Markus Gehring

„Wir haben am Sonntagabend den Getränkebestand noch um diese beiden Kisten aufgestockt. Daher wissen wir genau, dass es zwei Kisten waren“, sagt Klubvorsitzender Martin Mensing. Der durch den Spielbetrieb bedingte Publikumsverkehr sei am Sonntag gegen 18 Uhr durch gewesen. Nach den anschließenden Auffüllarbeiten sei das Vereinsheim verlassen gewesen.

Der Tatort liegt sehr abgeschieden

„Die Täter hatten leider alle Zeit der Welt und viel Ruhe“, so Martin Mensing. Die abgeschiedene Lage des Vereinsheims tat ihr übriges. „Hier kommt nachts keiner mehr zufällig vorbei.“ Ein Umstand, denn sich die Täter zu nutzen machten.

Schneise der Verwüstung: Unbekannte brechen in das Vereinsheim von RW Nienborg ein

Die Türen und Fenster des Vereinsheim sind eigentlich gut gesichert. Dennoch schafften es die Täter, die Tür aufzuhebeln. © Verein

Entdeckt wurde der Einbruch am Montagmorgen vom Platzwart und der Putzfrau. Sie verständigten die Polizei, die vor Ort eine umfassende Spurensicherung durchführte. Die Spuren werden aktuell in der KTU Münster auf verwertbare Hinweise untersucht. „Wir hoffen natürlich, dass da etwas Verwertbares bei ist“, so Mensing, „wir sind da optimistisch.“

Der Verein bleibt auf etlichen Kosten sitzen

Ärgerlich sei, dass der Verein auf etlichen Kosten sitzen bleibe. Zwar sei der Einbruchsschaden über die Gemeinde versichert, aber den Schaden durch die Verwüstung sowie den der entwendeten Gegenständen muss der Klub selbst tragen.

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Viel ärgerlicher sei aber der große Arbeitsaufwand, der mit solch einem Einbruch verbunden ist. „Da sind so viele Dinge zu klären. Das kostet unheimlich viel Zeit“, sagt Martin Mensing. Und: „Bei uns gibt es nichts von Wert zu holen, erst recht kein Bargeld. Ein Einbruch ist völlig sinnlos.“

Warum trifft es immer wieder Vereinsheime?

Doch mit Blick auf ähnlich gelagerte Vorfälle in den zurückliegenden Monaten stellt sich die Frage: Warum werden überhaupt immer wieder Vereinsheime von Einbrechern heimgesucht? Nachfrage bei der Kreispolizeibehörde Borken.

Schneise der Verwüstung: Unbekannte brechen in das Vereinsheim von RW Nienborg ein

Die Täter durchwühlten Schränke und Schubladen und machten im Endeffekt nur geringe Beute. © Verein

Pressesprecher Thorsten Ohm erklärt: „Es besteht für Einbrecher eine gewisse Attraktivität, in Vereinsheime, Schulen oder Firmen einzusteigen.“ Der Grund: In der Regel haben die Täter bei diesen Objekten die Gewissheit, dort in den Nachtstunden ungestört „arbeiten“ zu können.

Täter gehen wenig Risiko ein

„In einem Wohnhaus oder einer Wohnung besteht für die Täter ja immer das Risiko, auf die Anwohner zu treffen.“ Eine solche Konfrontation birgt natürlich für beide Seiten Risiken. Etwas, das bei einem Vereinsheim in der Regel nicht zum Tragen kommt.

„Es besteht für Einbrecher eine gewisse Attraktivität, in Vereinsheime, Schulen oder Firmen einzusteigen.“
Thorsten Ohm, Kreispolizeibehörde Borken

Grundsätzlich empfiehlt die Polizei, ein Gebäude so gut es geht zu sichern. „Es geht darum, den Tätern das Leben so schwer wie möglich zu machen“, sagt Thorsten Ohm. Dinge, die bei RW Nienborg gegeben sind und dennoch nicht geholfen haben. Selbst die Fenster sind mit Gitterstäben versehen. „Wir hoffen einfach, dass wir jetzt Ruhe haben“, so Martin Mensing.

Übrigens: Ein Expertenteam der Polizei [Tel. (02861) 900 0] bietet eine umfassende technische Kriminalprävention an. Stichwort: Objektsicherung. „Das fängt ja mit guten Fenstern an und geht über Alarmanlagen bis hin zur Videoüberwachung“, erklärt Thorsten Ohm. Zudem würden die Experten auch Beratungstermine direkt vor Ort anbieten. Kostenlos, versteht sich.

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