Ein Lösungsvorschlag für die Parksituation in der Hauptstraße wurde jetzt auf den Weg gebracht. © Markus Gehring
Verkehr

Parken in der Hauptstraße: Erste Ideen für Entschärfung stehen

In der Hauptstraße ist es eng. Links und rechts können Autos parken. Bei Gegenverkehr muss nicht selten ein Zwangsstopp eingelegt werden. Das sorgt für Unmut. Jetzt bahnt sich eine Lösung an.

Links, rechts, halten und wieder Gas geben – der Durchgangsverkehr in der Hauptstraße wird durch die Parksituation schon seit Jahren behindert. Die Situation ist für alle Verkehrsteilnehmer nicht befriedigend. Jetzt aber zeichnet sich eine mögliche Lösung ab.

Links und rechts parken die Autos in der Hauptstraße – und das längst nicht immer versetzt zueinander. Die Straße wird so phasenweise richtig eng. Erst recht bei der Durchfahrt eines Busses oder Lkw. Bei Gegenverkehr heißt das nicht selten, einen Zwangsstopp einlegen zu müssen. Möglicher Rückstau inklusive.

Situation sorgt für Unmut

Schon mehrfach äußerten Nienborger Bürger gegenüber der Redaktion ihren Unmut über die unbefriedigende Situation – gerade im Feierabendverkehr. Auch im Heeker Rathaus sind zuletzt diverse Beschwerden aus ganz unterschiedlichen Richtungen eingegangen, wie Bauamtsleiter Herbert Gausling in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses berichtete.

Die gute Nachricht: Jetzt wird das Problem angegangen. Mit klaren Vorgaben. Zumindest, wenn alles nach Wunsch läuft. Denn aus Sicht der Verwaltung kann die schwierige Situation nur gelöst werden, wenn eine Halteverbotszone entlang der Hauptstraße eingerichtet wird.

Bis der Wunsch nach einer Entschärfung der Parksituation in der Hauptstraße erreicht ist, muss die Verwaltung noch viele Gespräche mit den zuständigen Fachbehörden führen.
Bis der Wunsch nach einer Entschärfung der Parksituation in der Hauptstraße erreicht ist, muss die Verwaltung noch viele Gespräche mit den zuständigen Fachbehörden führen. © Markus Gehring © Markus Gehring

Parkmöglichkeiten würden sich dann nur noch in den gekennzeichneten Flächen ergeben. Idealerweise könnten diese, so die Idee der Lokalpolitik, versetzt zueinander sein. Je drei bis vier Parkplätze am Stück könnten so entstehen. Zudem will die Verwaltung prüfen, ob einige Parkplätze in den Gehweg hinein verlegt werden können.

Der Verwaltung geht es dabei um eine Grundsatzentscheidung, wie der Bauamtsleiter in der Sitzung deutlich machte. Für Details, etwa wo welche Parkfläche liegt, sei es noch zu früh. Für diesen Grundsatz gingen die Daumen der Lokalpolitiker geschlossen nach oben.

Viele Gespräche stehen an

Jetzt stehen erst einmal viele Gespräche mit den zuständigen Fachbehörden an. Das sind Straßen.NRW, der Kreis Borken als Straßenverkehrsbehörde und die Bezirksregierung Münster. Letztere ist involviert, da die Hauptstraße Teil der Bedarfsumleitung für die A 31 im Falle einer Vollsperrung der Autobahn ist.

Auch vor diesem Hintergrund strebt die Verwaltung eine Entschärfung der Situation auf der Hauptstraße an. Denn müsste der Verkehr durch Nienborg von der A 31 umgeleitet werden, droht ein Verkehrschaos. Und das würde im Fall der Fälle auch die Feuerwehr im Einsatzfall behindern.

Eine erste Ideen-Skizze (hier ein Teilausschnitt) zur angestrebten Parkraumbewirtschaftung in der Hauptstraße hat die Verwaltung bereits entwickelt.
Eine erste Ideen-Skizze (hier ein Teilausschnitt) zur angestrebten Parkraumbewirtschaftung in der Hauptstraße hat die Verwaltung bereits entwickelt. © Gemeinde Heek © Gemeinde Heek

Lösungen sind das eine, doch was ist überhaupt die Ursache der Problematik in der Hauptstraße? Laut Verwaltung einerseits das Parkraumkonzept auf dem Stellplatz am Pfarrheim sowie auf der Ringburganlage.

Andererseits sollen auch die Anlieger ihren Anteil zum Problem beitragen. Von „vielen“ spricht die Verwaltung, die ihr Auto direkt an der Hauptstraße parken, obwohl sie Stellplätze im Hofbereich zur Verfügung haben. Demnach ist das Problem auch ein stückweit hausgemacht.

Wie dem auch sei: Jetzt wird erst einmal der Entwurf der Verwaltung mit den zuständigen Behörden abgestimmt. Auch sollen die Anlieger noch beteiligt werden. Dabei macht die Verwaltung allerdings schon jetzt deutlich, dass nicht alle „widerstrebenden Interessen der Anlieger“ berücksichtigt werden können.

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