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Beim Reiterverein St. Georg Heek-Nienborg war zum zweiten Mal Alexander Madl zu Gast. Er zeigte, wie Reiter die Beziehung zum Pferd verbessern können.

von Stefan Hubbeling

Heek

, 07.01.2019 / Lesedauer: 3 min

Katharina Deitmers ist begeistert von Alexander Madl: „Er ist ein außergewöhnlicher Pferdetrainer. Schon an den ersten Bewegungen erkennt er, in welchem Verhältnis das Pferd zu seinem Reiter steht“, sagt die zweite Vorsitzende des St. Georg Reitervereins aus Heek und Nienborg. Sie beobachtet den Pferdeexperten, als der mit dem Voltigierpferd „Big“ die ersten Übungen durchführt.

Der Mensch als vertrauensvolle Leitfigur

„Diese Drehübungen um die eigene Vorderachse sind nicht nur für den Körperbau gut, sie weisen das Pferd auch darauf hin, wer die Leitfigur ist und die Richtung vorgibt“, erklärt sie. „Das Ziel von Alexander Madl ist es, dem Pferd beizubringen, dass der Mensch das bestimmende Individuum ist, ohne das Tier zu unterwerfen. Es ist wichtig, dass das Pferd den Menschen als Leitfigur anerkennt und dadurch das gegenseitige Vertrauen nicht zerstört wird“, sagt Katharina Deitmers. So lernt nicht nur der Reiter, sich in das Pferd hineinzuversetzen, sondern beide erlernen auch einen respektvollen Umgang miteinander.

Kleine Übung, Riesenerfolg

Voltigiertrainerin Josefine Reinders trainiert gerade mit dem Voltigierpferd „Big“. Alexander Madl macht mit ihr einige Übungen, um zu zeigen, wie man einem Pferd beibringen kann, den Menschen als Leitfigur zu akzeptieren. Das Pferd muss beispielsweise hinter dem Reiter auf Abstand herlaufen, ohne sich ablenken zu lassen. „Das klappt schon echt gut. Ich glaube, dass ich mich durch diesen Kurs, noch besser in das Tier hineinversetzen kann. Dadurch kann ich besser verstehen, warum das Pferd manchmal auf bestimmte Situationen reagiert“, erklärt Josefine Reinders.

Immer wieder neue Situationen

Alexander Madl hat sich sein Pferdewissen durch jahrelange Erfahrung angeeignet. „Ich mache im Winterhalbjahr schon einige Jahre diese Kurse für Pferdebesitzer und Reiter. Und selbst ich lerne immer wieder dazu“, sagt er. Kein Verhältnis zwischen Pferd und Besitzer gleiche dem anderen. Immer wieder müsse er sich auf eine neue Situation einstellen und sie bewältigen. „Das ist das Spannende an der Aufgabe“, sagt er. Im Sommer widmet sich der Pferdekenner speziell der Erziehung und der Ausbildung von Problempferden. „Dann liegt mein Schwerpunkt fast ausschließlich bei Pferden. Bei diesen Kursen im Winter stehen das Pferd und sein Verhältnis zu den Menschen im Vordergrund“, ergänzt er.

Acht Reiterpaare

An diesem Wochenende schult er acht Pferde und ihre Besitzer. Am Samstag geht es um Theorie. „Da erklärt Ale-xander Madl die Basis seiner Arbeit“, klärt Katharina Deitmers auf. Am Sonntag wurde es dann praktisch. Mit der Hilfestellung von Alexander Madl setzten die Kursteilnehmer die Übungen mit ihren Pferden in die Praxis um.

Kursteilnehmerin Lina Jordan aus Langenhorst ist voll des Lobes über den Kurs. „Ich war letztes Jahr schon als Zuschauer hier. Der Kurs hat mich so begeistert, dass ich mich für dieses Wochenende angemeldet habe“, erklärt die Reittherapeutin. „Meinem Pferd Cathy hat es sehr gutgetan. Sie ist konzentrierter und lässt sich nicht mehr so schnell ablenken. Außerdem hat sie die Nervosität gegenüber einer fremden Umgebung und fremden Pferden verloren“, analysiert Lina Jordan. „Sie ist gelassener aber auch aufmerksamer geworden.“

„Unser Ziel ist es, dass die Pferdeliebhaber einen engeren Bezug zum Tier bekommen und das ist uns durch diesen Kurs mit Alexander Madl gelungen“, freut sich Katharina Deitmers.

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