Mechthild Mensing-Raschper hat Pläne für das Haus Brinkstraße 6

mlzMuseum in Heek

Mechthild Mensing-Raschper hat Pläne für den ehemaligen Viehhandelshof Schabbing in der Brinkstraße. Sie möchte dort „historische Schätze“ unterbringen und sucht Mitstreiter.

von Bernd Schäfer

Heek

, 22.11.2019, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Den Kampf um Gebäude kennt Mechthild Mensing-Raschper schon: Den Bahnhof der Westfälischen Landeseisenbahn und die Molkerei Borgesholtförster wollte sie bereits vor dem Abriss retten – ohne Erfolg.

Jetzt geht es um den ehemaligen Viehhandelshof Schabbing in der Brinkstraße. Der soll die Heimat des „museumsvereins b6“ werden, den die Heekerin möglichst bald gründen will. Dafür benötigt sie noch Mitstreiter, die sie bei einem Infoabend am Montag, 25. November, ab 18.30 Uhr im Café Hovestadt im Kirchweg finden will.

Archivalien

„Den Ursprungsgedanken hatte ich schon vor 20 Jahren“, erzählt Mechthild Mensing-Raschper. Da war bereits ihr Interesse an den „historischen Schätzen“ geweckt, von denen zwar viele in einer gemeinsamen Archivliste der Gemeinde aufgeführt – aber über verschiedene Gebäude verteilt sind.

Dort liegen sie, wie zum Beispiel im Keller der Kreuzschule, weitgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Das wollte Mensing-Raschper schon längst ändern, etwa mit dem Engagement im Heimatverein.

„Das ist aber nicht möglich“, bedauert sie, dort auf eine der letzten Männer-Bastionen gestoßen zu sein: Frauen können der zum Schützenverein gehörenden Gruppe nicht als Mitglied beitreten.

„In Nienborg geht das, da bin ich auch drin“, kann sie ihr Interesse an Ortsgeschichte wenigstens dort ausleben. Und vielleicht ja irgendwann auch einmal in einem vom „museumsverein b6“ eingerichteten Ausstellungsort – dem ehemaligen Viehhandelshof in der Brinkstraße 6.

Einigung erforderlich

Der wurde zwar bereits von der Gemeinde einem Investor zugesagt, Mechthild Mensing-Raschper ist aber zuversichtlich, mit diesem eine Einigung finden zu können. Wenn sie es denn schafft, genügend Männer und natürlich auch Frauen für einen Museumsverein begeistern zu können.

„Wir benötigen 40 bis 50 Mitglieder“, schätzt die Initiatorin, die bislang auf neun Mitstreiter zählen kann. Als Verein sei es dann möglich, Fördermittel aus unterschiedlichen Quellen zu beantragen, mit denen Kauf, Miete und Unterhaltung eines Gebäudes finanziert werden können.

Infoabend

Dabei soll sich die Arbeit des Vereins keinesfalls auf Heek beschränken, sondern auch Nienborg und die Bauerschaften einbeziehen. Wie das funktionieren kann, darüber spricht Leiterin des Kulturhistorischen Zentrums Westmünsterland Corinna Endlich beim Infoabend am kommenden Montag. Ihr Vortragstitel steht ganz unter dem Motto des Vereins, der gegründet werden soll: „Kulturgüter sichtbar machen.“

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