Platz am alten Feuerwehrgerätehaus: Konzept für Umgestaltung steht – Zeitplan nicht

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Der Platz am alten Feuerwehrgerätehaus mitten in Heek soll umgestaltet werden. Konzept und Finanzierung stehen. Der Zeitplan nicht. Das hat Gründe, wie Bauamtsleiter Herbert Gausling erklärt.

Heek

, 06.03.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Viele Jahre sind seit der Neugestaltung des Platzes am alten Feuerwehrgerätehaus ins Land gezogen. Mitte der 2000er-Jahre wurden zwischen B70 und der Zufahrt zum Edeka-Parkplatz eine Sitzecke und eine Wasserpumpe installiert. Doch sie sind in die Jahre gekommen und der Platz wird oft als Parkplatz zweckentfremdet. Eine Umgestaltung soll Abhilfe schaffen. So viel ist klar. Offen hingegen ist der Zeitpunkt.

Wenige Meter von der alten Wasserpumpe entfernt, ist ausreichend Platz zum Parken vorhanden. Dennoch kommt es nicht selten vor, dass Autos unmittelbar neben den Sitzbänken abgestellt werden. Eine klassische Zweckentfremdung des eigentlich als Aufenthaltsort vorgesehen Platzes. Davon ab sind Bänke augenscheinlich in die Jahre gekommen.

Ein detailliertes Konzept liegt vor

Beide Punkte sollen nun angegangen werden. Die politische Vorarbeit dafür wurde bereits geleistet. Ebenso hat das Landschaftsarchitekturbüro Hoff aus Essen einen detailliertes Konzept erarbeitet. Dieses sieht unter anderem geschwungene Sitzbänke, einen Wasserlauf sowie ein Spielgerät vor. Wichtig: Die Wasserpumpe soll erhalten bleiben. Immerhin erinnert diese an die ehemalige Nutzung des Platzes.

In der Mitte des Bildes ist die alte, rote Feuerwehrpumpe zu erkennen. Und das Bild zeigt: Der Platz wird gerne mal als Parkplatz missbraucht.

In der Mitte des Bildes ist die alte, rote Feuerwehrpumpe zu erkennen. Und das Bild zeigt: Der Platz wird gerne mal als Parkplatz missbraucht. © Geodatenatlas Kreis Borken

Und auch Autofahrer müssen nicht aufschreien, denn die Umgestaltung des Platzes soll Aufenthaltsqualität und Stellflächen für Pkw in Einklang bringen. Dafür soll das Parken entlang der Zufahrt zum Edeka-Markt mittels Bepflanzungen neu strukturiert werden, allerdings auf Kosten der Anzahl der Fahrradstellplätze.

Die Umgestaltung soll 266.000 Euro kosten

Kosten von 266.000 Euro stehen für die Umgestaltung im Raum. Das Gute für die Gemeinde: Die Maßnahmen sind förderfähig über das so genannte Dorferneuerungsprogramm. „Die Förderanträge sind gestellt“, sagt Bauamtsleiter Herbert Gausling auf Nachfrage. Ab Mitte 2020 rechnet er mit dem Förderbescheid. „Lassen wir uns mal überraschen.“

„Die Haushaltsmittel stehen für 2020 bereit.“
Bauamtsleiter Herbert Gausling

Die beantragte Fördersumme beläuft sich auf 172.900 Euro. Das heißt im Umkehrschluss, dass die Gemeinde die verbliebenen 93.100 Euro aus eigener Tasche hinzusteuern muss. „Die Haushaltsmittel stehen für 2020 bereit. Unter diesem Gesichtspunkt wäre ein Baubeginn also möglich“, so Herbert Gausling.

Der Baubeginn steht noch in den Sternen

Ob es dazu in diesem Jahr aber tatsächlich noch kommt, sei derzeit nicht absehbar. „Das sind letztlich Abwägungsprozesse“, erklärt Herbert Gausling. Zum Verständnis: Nach dem Erhalt des Förderbescheides müssen die Arbeiten ausgeschrieben und vergeben werden. Das ganz normale Prozedere. Und all das dauert seine Zeit.

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Sollte sich dies bis in den späten Herbst oder gar in den Winter ziehen, dann könne es durchaus sein, dass die Arbeiten in diesem Jahr gar nicht mehr anliefen. „Arbeiten kurz vor dem Winter zu beginnen und dann eventuell witterungsbedingt ruhen zu lassen, ist keine ideale Lösung“, so der Bauamtsleiter.

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