Restaurierung der Ahler Kapelle abgeschlossen

Neue Farben strahlen

Licht fällt durch die bunten Fenster in den hohen Kirchenraum, die Wände strahlen in frischem Weiß und die Lampen am Kronleuchter brennen mit neuer Kraft. Pünktlich zum Weihnachtsfest erstrahlt die Ahler Kapelle nach drei Monaten Restaurierung jetzt in neuem Glanz.

HEEK

von Victoria Thünte

, 22.12.2015, 18:42 Uhr / Lesedauer: 2 min
Restaurierung der Ahler Kapelle abgeschlossen

Pfarrer Josef Leyer.

Es begann mit dem Wunsch nach einem Innenanstrich, es folgten viele weitere kleine Wünsche, die nun erfüllt wurden. Fast alles in der kleinen Kapelle wurde erneuert, restauriert oder gereinigt. Die größte Veränderung zeigt sich rund um die Kreuzgruppe, die hinter dem Altar an der Außenwand hängt. Die Fläche hinter dem Kreuz ist nun Rosa.

„Die Hintergrundfarbe ist eine Aufhellung des Violett. In der Liturgie, im Gottesdienst wird die Farbe Violett zum Beispiel in der Fastenzeit und der Adventszeit getragen“, sagt Pfarrer Josef Leyer. Am dritten Adventssonntag oder am vierten Fastensonntag könne die Farbe des Priesters auch Rosa sein, erklärt er die auf den ersten Blick ungewöhnliche Farbwahl.

Licht spielt große Rolle

Der gesamte Innenraum der Kapelle hat bei der Sanierung einen neuen Anstrich bekommen. Die Decke und die Wände tragen nun ein abgetöntes Weiß. Auch die Bänke und das hölzerne Geländer der Orgelbühne wurden neu lackiert und die Orgelpfeifen gereinigt. Im Sockelbereich wurden außerdem Putzarbeiten durchgeführt. Neben den Farben spielte auch das Licht bei der Sanierung eine große Rolle. Die dreifach verglasten bunten Kirchenfenster wurden auseinander geschraubt und gründlich gereinigt.

In den Kronleuchtern brennen nun LEDs statt Glühbirnen, „um auf Dauer Energie zu sparen“, so Klemens Vennekötter von der Zentralrendantur des Dekanats Ahaus. Leyer ergänzt: „Sie verbauchen weniger Strom, haben aber mehr Ausstrahlung.“ Einige Beleuchtungskörper haben außerdem neue Verkabelungen bekommen. Unter den Sitz- und Kniebänken und in den Gängen liegen nun neue Teppiche und alle Figuren in der Kapelle wurden entweder gereinigt oder wenn nötig restauriert.

30 000 Euro aus Spenden

Die Kosten für die Sanierung liegen laut Zentralrendantur bei rund 75 000 Euro. „Die genauen Zahlen liegen noch nicht vor, aber wie liegen im geplanten Kostenrahmen“, sagt Vennekötter. 30 000 Euro stammen aus Spenden und Kollekten des letzten Pfarrfests der Gemeinde und 35 000 Euro kommen vom Bistum Münster. Der Rest von 10 000 Euro stammt aus der Kirchenrücklage.

Im Frühjahr folgt der letzte Schritt der Komplettsanierung: Die First- und Gratpfannen werden ausgetauscht. „Das sind die abgerundeten Dachpfannen, die benutzt werden, wenn zwei Dachflächen aufeinander treffen“, erklärt Vennekötter. Wegen der Witterung sind die Dacharbeiten im Winter nicht möglich.

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