Im Eichenstadion von RW Nienborg wird fleißig gearbeitet. © Marting Mensing
Sanierung

RW Nienborg: Spielfeld Nummer zwei wird in Schuss gebracht

Im Eichenstadion von RW Nienborg ist derzeit viel Betrieb – nicht nur in sportlicher Hinsicht. Baulich tut sich etwas. Und dabei wird nicht nur das „Problemspielfeld“ in Schuss gebracht.

Es tut sich was im Eichenstadion bei RW Nienborg. Nicht irgendwo, sondern vor allem auf Platz Nummer zwei. Jenem Platz, mit dem der Verein schon seit Jahren wegen des nicht ordentlich ablaufenden Wassers Ärger hat. Die im Sommer 2014 durchgeführte Sanierung einer Fachfirma wies im Nachgang Mängel auf. Jetzt wird das Problem aktiv angegangen.

Anfang dieser Woche rückte besagte Firma erneut an, um damit zu beginnen, die bestehenden Mängel am Platz zu beseitigen. Dafür werden neue Drainageleitungen eingebaut. Die vorhandenen Leitungen, die ihren Zweck bisher nicht wie erhofft erfüllten, bleiben im Boden und werden nicht weitergenutzt.

Pfützenbildung soll Geschichte sein

Zudem sollen in diagonaler Richtung zusätzliche Drainschlitze angelegt werden. Damit soll eine Verbindung der Rasentragschicht, der Filterschicht und dem neuen Drainagegraben zum Ableiten des anfallenden Niederschlagwassers erreicht werden. Die Pfützenbildung auf dem Platz soll damit der Geschichte angehören.

„Es läuft wirklich gut jetzt“, sagt der Klubvorsitzende Martin Mensing im Gespräch mit der Redaktion. „Die Arbeiten laufen Hand in Hand. Wir sind zufrieden.“ Wichtig: Die reine Platzsanierung ist weder für den Verein noch für die Gemeinde mit Kosten verbunden.

Arbeiten nach langem Hin und Her

Die Arbeiten erfolgen nach langem Hin und Her inklusive Gutachten, politischer Debatten und gerichtlichem Beweisverfahren jetzt im Rahmen der Gewährleistung. Darauf hatten sich Verwaltung, Lokalpolitik und die bauausführende Firma im Herbst 2020 verständigt.

Der Graben für die Dränageleitungen am Spielfeld Nummer zwei waren zügig ausgehoben.
Der Graben für die Dränageleitungen am Spielfeld Nummer zwei waren zügig ausgehoben. © Martin Mensing © Martin Mensing

Anders sieht es mit den Kosten für die Bewässerung aus. Denn durch die Baumaßnahmen soll dieser Aufwand steigen. Doch wer zahlt diese Mehrkosten? Der Verein? Die Gemeinde? „Wir wissen um den erhöhten Aufwand. Wir sind in Gesprächen mit dem Verein. Wir müssen und wollen das jetzt klären“, sagt Bürgermeister Franz-Josef Weilinghoff auf Anfrage.

Gemeinde und Verein im Austausch

Auch der RWN-Vorsitzende bestätigt, dass man sich in Gesprächen befinde. In diesen ginge es zugleich um die Kosten für den am Donnerstag neu angelegten Brunnen samt Pumpe neben dem Versorgungshäuschen an Spielfeld Nummer drei. Zur Höhe der Kosten könne er sich derzeit aber noch nicht äußern.

Die Mitarbeiter einer Firma aus dem Kreis bohrten für den Brunnen 22 Meter in die Tiefe. Die Wasserleistung soll dort nun 27 Kubikmeter pro Stunde betragen. „Auslöser dafür war die Sanierung von Platz zwei“, erklärt Martin Mensing, „aber wir hoffen damit natürlich für alle Plätze das Bewässerungsproblem in den Griff zu bekommen.“

27 Kubikmeter seien darum ein „sehr, sehr gutes Ergebnis“. Hintergrund: Eine der zwei bisherigen Pumpen im Eichenstadion quittierte ihren Dienst. Somit stand nur noch eine zur Verfügung. Jetzt sind es wieder zwei.

Automatische Beregnungsanlage kommt

In der kommenden Woche soll dann auch die automatische Beregnungsanlage eingebaut werden. Das sind kleine Düsen im Platz, die für die Bewässerung sorgen. So wird das Grün gezielt bewässert und die Sportflächen bleibt bespielbar.

Die Wasserleistung der neuen Pumpe soll 27 Kubikmeter pro Stunde betragen.
Die Wasserleistung der neuen Pumpe soll 27 Kubikmeter pro Stunde betragen. © Martin Mensing © Martin Mensing

„Wir bekommen bei allem auch gute Unterstützung vom Bauamt der Gemeinde“, hebt der RWN-Vorsitzende hervor. Und zugleich sagt er: „Wir sind natürlich auch der Brunnenbau-Firma dankbar, dass das alles so kurzfristig geklappt hat.“ In Zeiten voller Auftragsbücher und Materialmangels sei das keine Selbstverständlichkeit.

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