Schild für Radfahrer an der Nienborger Straße sorgt für Verwirrungen

mlzSanierung L573

Die Beschilderung für Radfahrer am Gabelpunkt-Kreisverkehr wegen der Sanierung der Nienborger Straße sorgt für Verwirrung. Wie kann das sein? Eigentlich ist die Sache doch glasklar geregelt.

Heek

, 23.05.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Seit knapp vier Wochen ist die Nienborger Straße (L573) zwischen den Ortsteilen Heek und Nienborg für den Autoverkehr vollgesperrt. Straße, Radwege und Brücken werden im Auftrag vom Landesbetrieb Straßen.NRW saniert. Für Radfahrer gilt die Vollsperrung nicht vollständig. Doch die dazugehörigen Schilder am Kreisverkehr Gabelpunkt sollen etwas anderes suggerieren.

Dieses Thema wurde zuletzt immer wieder an diese Redaktion herangetragen. Auch in der jüngsten Ratssitzung fragte einer der Ratsherren nach, ob der Radweg jetzt doch nicht mehr nutzbar sei. Schuld an dieser offenkundigen Verunsicherung sollen die aufgestellten Schilder der ausführenden Baufirma am Gabelpunkt-Kreisverkehr sein.

Führen die Schilder zur Verwirrung?

So weisen zwei rot-weiße Schilder den rechten Rad- und Fußweg als gesperrt aus. Eine Absperrschranke verhindert zudem die Durchfahrt. Davor steht ein gelb-schwarzes Schild, das Radfahrern mit dem Zusatz „Nienborg“ den Weg nach links über die L574 in den betreffenden Ortsteil weist.

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So weit so gut. Wo ist das Problem? Ganz einfach. Angeblich, so heißt es, soll durch diese Schilder unklar sein, dass die linke Seite des Rad- und Fußweges bis zum Jugendhaus Zak aktuell noch befahren werden kann.

Die Straße „Am Dinkelstadion“ bleibt immer erreichbar

Die Straße „Am Dinkelstadion“ bleibt nämlich trotz der Sanierungsarbeiten jederzeit erreichbar. Für die Fuß- und Radwege gilt: Immer eine Seite zwischen dem Kreisverkehr in Heek und der Brücke über den Donaubach bleibt nutzbar. Aktuell ist es eben die linke Seite. In ein paar Wochen dann die rechte Seite.

Die Straße "Am Dinkelstadion“ (rechts abgehend) bleibt während der gesamten Sanierungsarbeiten für Radfahrer und Fußgänger erreichbar.

Die Straße "Am Dinkelstadion“ (rechts abgehend zum Zak) bleibt während der gesamten Sanierungsarbeiten für Radfahrer und Fußgänger erreichbar. © Till Goerke

„Ich sehe in der Beschilderung wenig Unklarheit“, bezieht Bürgermeister Franz-Josef Weilinghoff auf Anfrage Stellung. „Die Ortskundigen dürften wissen, ob man da durch kommt oder nicht.“ Problematisch könne es eventuell für auswärtige Radler werden, die die örtlichen Gegebenheiten logischerweise nicht kennen würden.

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Ob die ausführende Baufirma in Sachen Beschilderung noch mal nachbessert, ist derzeit nicht klar. „Wir als Gemeinde können da im Fall der Fälle auch aushelfen“, so Franz-Josef Weilinghoff. Davon ab hilft es sicherlich auch, die Schilder mal etwas genauer zu betrachten. Spätestens auf den zweiten Blick dürfte so oder so nichts mehr verwirrend sein.

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