Schimmel und Nager im Lager: KAB soll einen Neubau bekommen

mlzSport- und Kulturausschuss

Das Lager der KAB am Dinkelstadion ist wegen des zunehmenden Verfalls des Gebäudes kaum noch nutzbar. Der Sport- und Kulturausschuss brachte deshalb einen Neubau auf den Weg.

Heek

, 20.02.2019, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es regnet rein, es schimmelt in den Ecken und Nagetiere suchen Unterschlupf. Was die KAB St. Josef über ihr Vereins- und Lagergebäude am Dinkelstadion berichtet, klingt nach dringendem Handlungsbedarf. Deshalb hatte der Verein einen Antrag auf Kostenübernahme für einen Neubau gestellt, der nun im Sport- und Kulturausschuss beraten wurde.

Bereits im September hatte sich der Bauausschuss mit dem Thema befasst. Die Verwaltung fragte daraufhin zunächst den Raumbedarf der KAB ab und befragte dabei auch den benachbarten Tennisverein. „Fragen fördert den Bedarf“, erklärte Baumatsleiter Herbert Gausling im Ausschuss. Das Ergebnis: Benötigt werde eine Kalthalle mit 200 Quadratmetern, die teilweise vom Tennisverein mitgenutzt werden könne.

Lagern will die KAB dort Lebensmittel, Geräte für die Lebensmittelverbreitung sowie Materialien und Zelte, die für die Projekte des Vereins in der Gemeinde benötigt werden. Diese Lagerung sei im derzeitigen Gebäude angesichts des zunehmenden Verfalls inzwischen nicht mehr vernünftig möglich, teilte der KAB-Vorsitzende Christian Hilbring mit.

Kompletter Abriss ist günstiger

Abstand nahm die Verwaltung von dem Plan, das neue Gebäude auf dem bisherigen Fundament aufzusetzen. Das Gebäude sei zu verwinkelt, so Gausling. Deutlich günstiger sei ein kompletter Abriss. Rund 100.000 Euro würde der Neubau nach ersten Schätzungen kosten. Die erste Kostenschätzung des Vereins hatte rund 150.000 Euro betragen.

Zweckmäßig und schlicht soll das neue Lager ausfallen. Geplant sei eine „normale Stahlhalle“ mit Betonfußboden, so Gausling. In dieser seien weder Sanitäranlagen noch eine Heizung oder Lüftung vorgesehen. „Wir brauchen eine einfache Lagerhalle und wollen nicht die Kosten in die Höhe treiben“, zeigte sich der KAB-Vorsitzende Christian Hilbring zufrieden.

Verein beteiligt sich mit 30 Prozent

Allerdings dränge die Zeit. „Es wird von mal zu mal schlechter“, antwortete Hilbring auf die Frage des Ausschussvorsitzenden Hermann-Josef Schepers, wie lange der Verein noch mit dem Gebäude leben könne. „Die Wände bröckeln schon.“ Schepers schlug vor, die Beteiligung des Tennisvereins zu nutzen, um Fördertöpfe auszuschöpfen. CDU-Vertreter Hermann Mers wendete ein, dass die KAB darauf nicht warten könne. Eine Förderung könne auch noch anschließend angegangen werden.

„Wie soll das denn aussehen“, fragte Schepers Hilbring im Bezug auf den Anteil der KAB an dem Vorhaben. Hilbring schlug eine Beteiligung des Vereins in Höhe von 30 Prozent an den Kosten vor. Diese sollen durch Spendengelder und Eigenleistungen Zustande kommen. „Damit könnten wir leben“, so Hilbring. „Das ist ein faires Angebot“, befand Jörg Rosery (CDU). Auch die SPD sagte ihre Unterstützung des Vorhabens zu. Einstimmig beauftragte der Ausschuss die Verwaltung, das Thema anzugehen. Sie soll dem Haupt- und Finanzausschuss eine konkrete Kostenschätzung vorlegen.

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