Schleppender Start für die Ehrenamtskarte in Heek

Sport- und Kulturausschuss

Erst ein privater Partner hat sich für die geplante Ehrenamtskarte bei der Gemeinde Heek gemeldet. Auch was den Ehrenamtlichen geboten werden soll, ist noch völlig offen.

Heek

, 17.02.2019, 05:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Schleppender Start für die Ehrenamtskarte in Heek

Die Ehrenamtskarte NRW soll auch in Heek eingeführt werden. © Land NRW

Die Suche der Gemeinde Heek nach Vergünstigungspartnern für die geplante Ehrenamtskarte läuft nur schleppend an. Mit der Ferienwohnung „zum Rosengarten“ hat sich erst ein Partner gemeldet, der Inhabern der Ehrenamtskarte Vergünstigungen anbieten will. Dies gab Fachbereichsleiter Jürgen Lammers am Mittwochabend im Ausschuss für Sport, Kultur und Tourismus bekannt.

Im Januar hatte die Gemeinde die Betriebe aufgerufen, sich mit Vergünstigungen für Ehrenamtler zu beteiligen. „Wir haben die Unternehmen informiert, aber die Rückmeldungen sind schwerfällig“, berichtete Lammers.

Mit der landesweit gültigen Ehrenamtskarte können Inhaber, Vergünstigungen in ganz NRW nutzen. Der Gemeinderat hatte die Einführung im Oktober beschlossen.

Vergabekriterien bestätigt

Beantragen können die Karte künftig Ehrenamtliche, die seit mindestens zwei Jahren in Heek mindestens fünf Stunden ehrenamtliche Arbeit in der Woche leisten. Für die Arbeit darf keine Aufwandsentscheidung fließen, die über eine reine Kostenerstattung hinausgeht. Reine Bereitschaftszeiten für Feuerwehr oder Rettungsdienst gelten nicht als anrechenbar. Auch Ehrenamtliche aus anderen Gemeinden können die Karte erhalten, solange sie ihre Tätigkeit auf Heeker Gebiet ausüben.

Diese Vorschläge der Verwaltung zu den Vergabekriterien bestätigte der Sport- und Kulturausschuss einstimmig. Nur einen Änderungswunsch hatte Hermann-Josef Schepers vorgebracht. Die Textpassage „In strittigen Einzelfällen entscheidet der Bürgermeister“ wird ersetzt durch „entscheidet der Verwaltungsvorstand“.

Neben Vergünstigungen bei privaten Partnern soll auch die Gemeinde Vergünstigungen für die Ehrenamtler anbieten. Hendrik Wolbeck, sachkundiger Bürger in der CDU-Fraktion, schlug vor, Karteninhabern ein Vorkaufsrecht für Veranstaltungen wie dem Auftritt von Atze Schröder zu gewähren.

Bürgermeister äußert sich zurückhaltend

Bürgermeister Franz-Josef Weilinghoff äußerte sich zurückhaltend: „Den Ehrenamtlichen geht es in der Regel nicht darum, Angebote abzugreifen, sondern um Anerkennung.“ Eher würde die Gemeinde die Ehrenamtler zu einer Feier einladen. Aber denkbar seien auch viele andere Möglichkeiten der Anerkennung.

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