Das jüngste Heimspiel des SV Heek wurde von einer Tragödie überschattet. © Sascha Keirat
Todesfall

Tragödie auf Heeker Fußballplatz: Fan bricht zusammen und stirbt

Das jüngste Heimspiel des SV Heek wurde von einer Tragödie überschattet. Ein langjähriger und treuer HSV-Fan ist am Rande des Platzes zusammengebrochen und gestorben. Die Kripo ermittelt.

Von einem tragischen Unglücksfall wurde das Heimspiel der ersten Mannschaft des SV Heek gegen RC Borken-Hoxfeld am 29. August überschattet. Ein langjähriges Vereinsmitglied ist am Rande des Platzes zusammengebrochen und an den Folgen gestorben. Die Kriminalpolizei ermittelt.

„Es ist so traurig und tragisch zugleich“, ist Andreas Oellerich, erster Vorsitzender des HSV, auch Tage nach dem schrecklichen Vorfall noch die Fassungslosigkeit anzuhören beim Telefonat mit der Redaktion. Der Verstorbene sei ein richtig, richtig zuverlässiger Fan gewesen. „Er war sehr gerne bei unseren Heimspielen, hat uns immer supportet. Fußball war einfach sein Leben.“

Vorfall ereignete sich in Halbzeit zwei

Der Vorfall selbst ereignete sich während der zweiten Halbzeit, also nach 16 Uhr. Abseits des Platzes brach der HSV-Fan zusammen. Sofort, so teilt es der Verein mit, seien Erste-Hilfe-Maßnahmen eingeleitet worden. Wenig später sei auch der alarmierte Notarzt am Unglücksort eingetroffen.

Der Ort wurde abgeschirmt, das Spiel lief weiter und der verunglückte HSV-Fan wenig später ins Krankenhaus gebracht. Dort ist er nach Angaben des Vereins noch am selben Abend an den Folgen des Zusammenbruchs gestorben.

„Die gesamte HSV-Gemeinde betrauert den Tod des langjährigen treuen Fans und fühlt zutiefst mit den Angehörigen“, schreibt der Verein auf seiner Internetseite.

Todesermittlungsverfahren eingeleitet

Die Details des tragischen Unglücks sind nicht für die Öffentlichkeit bestimmt. Auch steht die Todesursache laut Polizei offiziell noch nicht fest. Ein so genanntes Todesermittlungsverfahren sei eingeleitet worden, wie Kreispolizei-Pressesprecher Dietmar Brüning auf Redaktionsnachfrage sagt.

Dies sei das übliche Verfahren, wenn die Todesursache nicht klar ist. Dabei nimmt ein Rechtsmediziner eine genaue Untersuchung des Verstorbenen vor, um die Todesursache abschließend zu bestimmen und festzustellen, ob zum Beispiel ein Tötungsdelikt vorliegt.

„Es geht dabei darum, ein Fremdverschulden auszuschließen oder aber genau das festzustellen“, macht der Polizei-Pressesprecher deutlich. Entscheidend dafür, ob die Kriminalpolizei (weitere) Ermittlungen aufnimmt oder aber nicht.

Wichtig: Das Vorgehen der Polizei hat nichts mit einem Anfangsverdacht zu tun, sondern ist immer üblich, wenn keine Anhaltspunkte für einen natürlichen Tod erkennbar sind.

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