Gerne hätten es die Anlieger gesehen, wenn der kleine Verbindungsweg zwischen Raiffeisen- und Nikolaus-Schaten-Straße für einen durchgängigen PKW-verkehr geöffnet worden wäre. © Markus Gehring
Raiffeisen- und Nikolaus-Schaten-Straße

Trotz Anwohnerantrag: Verbindungsweg bleibt für Autofahrer gesperrt

Nicht immer kommt es so, wie man es sich wüscht. Das mussten jüngst auch die Anlieger der der Nikolaus-Schaten-Straße einsehen, die sich mit einem speziellen Wunsch an die Verwaltung wandten.

Der Antrag mehrerer Anlieger der Nikolaus-Schaten-Straße ging bereits im Juni dieses Jahres bei der Verwaltung ein. Klarer Wunsch: Die Verwaltung möge den kleinen Verbindungsweg zwischen zwischen Raiffeisenstraße und Nikolaus-Schaten-Straße doch für den Autoverkehr öffnen.

In der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Bauen und Planen kam der Antrag dann auf den Tisch. Zuvor hatte die Verwaltung die Sache eingehend geprüft. Und schnell war im Ausschuss klar: Das Ansinnen der Anlieger wird ein frommer Wunsch bleiben. Und dafür fanden Verwaltung und Lokalpolitik nicht nur einen Grund.

Anlieger wollen Öffnung des Weges

Rot-weiße Schutzbügel versperren Autofahrern die Durchfahrt von der Raiffeisenstraße zur Nikolaus-Schaten-Straße. Und umgekehrt. Fußgänger und Radfahrer kommen ohne Probleme durch. Ein Umstand, der einige Anlieger auf den Plan rief.

Sie plädieren für eine Öffnung des kleinen Verbindungsweges für den PKW-Verkehr. Im Gegenzug solle, so steht es im Antrag an die Verwaltung, der hintere Teil der Nikolaus-Schaten-Straße für den PKW-Verkehr gesperrt werden.

Der kleine Verbindungsweg bleibt für durchgängigen PKW-Verkehr geschlossen. Das hat die Lokalpolitik einstimmig auf Anraten der Verwaltung beschlossen.
Der kleine Verbindungsweg bleibt für durchgängigen PKW-Verkehr geschlossen. Das hat die Lokalpolitik einstimmig auf Anraten der Verwaltung beschlossen. © Google Maps © Google Maps

Begründung: Durch die Bebauung eines Grundstücks in der Nikolaus-Schaten-Straße habe sich das Verkehrsaufkommen erhöht. Denn die Mieter des besagten Mehrfamilienhauses erreichen ihre PKW-Stellplätze ausschließlich über den kleinen Verbindungsweg, der mit Auto nur von der Nikolaus-Schaten-Straßen aus erreichbar ist. Dadurch werde die Abnutzung der Straße beschleunigt. Einer von vielen Gründen, den die Anlieger im Antrag anführen. Genutzt hat es am Ende nichts.

Verwaltung und Politik lehnen die Öffnung ab

„Wir haben uns die Sache vor Ort angesehen. Der Weg ist schmaler als die Nikolaus-Schaten-Straßen. Man würde dort direkt auf Fußgänger zufahren. Aus unserer Sicht kann der Weg nicht geöffnet werden“, bezog Bauamtsleiter Herbert Gausling in der Sitzung für die Verwaltung Stellung.

Auch Mario Strehlow (CDU) und Tobias Neumann (DB) stimmten den Ausführungen zu. Der Weg sei einfach zu eng und unübersichtlich für durchgängigen PKW-Verkehr. Es gehe an der Stelle um die Sicherheit der Fußgänger und Radfahrer. Und da auch die SPD-Fraktion den Ausführungen zustimmte, war die Sache schnell erledigt. Der Antrag wurde einstimmig abgelehnt. Der Verbindungsweg bleibt auch in Zukunft für durchgängigen PKW-Verkehr geschlossen.

Als Signal des Entgegenkommens will die Verwaltung mit den Anliegern aber noch über eine Bodenschwelle in der Nikolaus-Schaten-Straßen sprechen, um dort die offenkundig unübersichtliche Stelle im hinteren Bereich durch das dann gezwungenermaßen reduzierte Tempo zu entschärfen.

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