Trotz Dürresommer und Schweinepest: Der Zusammenhalt bei den Landwirten macht Mut

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Vorschriften, Verordnungen, Schweinepest und Dürresommer: Für die Landwirte in Heek und Nienborg brachte das Jahr einige Probleme. Doch andererseits ist der Zusammenhalt größer denn je.

von Bernd Schäfer

Heek

, 15.01.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Zusammenhalt in der Landwirtschaft ist beeindruckend und größer denn je – mit dieser guten Nachricht konnten die Vorsitzenden der Landwirtschaftlichen Ortsverbände Jan-Gerd Weilinghoff (Heek) und Christian Lenting (Nienborg) jetzt die Teilnehmer der Winterversammlung der Heeker und Nienborger Landwirte begrüßen.

Zeichen dafür seien die Demonstrationen etwa in Münster, Bonn, Hamburg und Berlin, an denen sich Tausende von Berufskollegen beteiligten – ebenso wie die Heeker und Nienborger, die mit Schleppern und Bussen angereist waren. Mut, ihre Ziele zu erreichen, mache den Bauern auch der Zuspruch durch die Öffentlichkeit.

Trockenheit vor allem in Averbeck

Allerdings brachte das vergangene Jahr auch neue Probleme mit sich. Neben dem Ärger über immer neue Vorschriften und Verordnungen waren es vor allem das Vorrücken der Afrikanischen Schweinepest und der zweite Extremsommer in Folge, die den Landwirten Sorgen bereiteten. Besonders auf den sandigen Böden in Averbeck habe die Trockenheit deutliche Spuren hinterlassen.

Bürgermeister Franz-Josef Weilinghoff rief in seinem Grußwort zum Dialog zwischen Landwirtschaft, Bevölkerung und Gemeinde auf, um die angespannte Situation in der Landwirtschaft wieder zu beruhigen.

Für den Kreisverband Borken des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbands (WLV) ermutigte Heinz-Josef Elpers die versammelten Landwirte, sich politisch zu engagieren und nicht nur zu kritisieren, sondern selbst aktiv zu werden.

Werbung für Kampagne

Eigene Aktivitäten forderte auch Andreas Hemker von der WLV-Geschäftsstelle: Die Landwirtschaft müsse mehr Werbung für sich selbst machen und an ihrem Image in der Öffentlichkeit arbeiten, etwa durch Anzeigen und Werbespots. Dabei legte er den Zuhörern die vom WLV und dem Raiffeisenverband Westfalen-Lippe gegründete Marketinggesellschaft „Landwirt schafft Leben!“ ans Herz, über die – mit freiwilligen Beiträgen der Landwirte finanziert – Werbemittel produziert und Kampagnen gesteuert werden sollen.

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Darüber hinaus bestärkte er die Bauern in ihrer Kritik an der Politik und rief dazu auf, nicht klein beizugeben.

Dr. Ulrike Janßen-Tapken, die stellvertretende Leiterin der Kreisstelle der Landwirtschaftskammer NRW, gab aktuelle Infos zu Förderungen und Prämien, aber auch zur Bedrohung durch die Afrikanische Schweinepest.

Zum Abschluss appellierte der niederländische Landwirt Dick Wennemars noch einmal an den Zusammenhalt der Landwirte, auch über Grenzen hinweg. Alle Beteiligten müssten Schulter an Schulter stehen und dürften sich nicht gegeneinander ausspielen lassen.

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