Der Breitbandausbau in den Heeker Außenbereichen ist auf der Zielgeraden. © Till Goerke
Breitbandausbau

Turbo-Internet im Außenbereich: Ziel in unmittelbarer Reichweite

Fast ist es geschafft: Nur noch wenige Anschlüsse im Heeker Außenbereich fehlen, um das Projekt Breitbandausbau abschließen zu können. Und doch werden vorerst zwei „Baustellen“ bleiben.

300 – das ist die magische Zahl. So viele Breitbandanschlüsse (aktiv und passiv) sollen es in den Heeker Außenbereichen einmal sein. Vorbei ist dann die Zeit mit einem langsamen Seitenaufbau, mit E-Mails, die nicht ankommen oder Downloads, die eine Ewigkeit dauern.

Die Zielgerade ist erreicht, wie die Firma Epcan, die für den Ausbau zuständig ist, auf Anfrage der Redaktion mitteilt. Doch trotz dieser guten Nachricht, bleiben auch noch „Baustellen“ in Heek mit Blick auf das Turbo-Internet. Und die betreffen zwei Gewerbegebiete.

Tiefbau ist abgeschlossen

Seit dem 1. Oktober 2019 ist der erste Breitbandanschluss im Heeker Außenbereich „scharf“. Der Tiefbau mit rund 45 Kilometern ist abgeschlossen. „Wir sind in Heek praktisch fertig“, stellt Gerd Gevering von der Firma Epcan klar. Lediglich vier Anschlüsse müssten noch freigeschaltet werden. „Da ist jetzt die Eigenleistung der Kunden gefragt“, so Gevering.

Denn die Leerrohre für die Glasfaserkabel werden bis maximal zur Grundstücksgrenze verlegt. Der Eigentümer muss den Tiefbau zum Haus in Eigenregie vornehmen. Die Rohre werden gestellt. „Erst danach können wir die Kabel einblasen und auch freischalten“, erklärt Gerd Gevering. Im Idealfall sollen diese Arbeiten bis Jahresende erledigt sein.

Knapp zwei Millionen Euro wurden ausgegeben

Die Projektkosten von rund zwei Millionen Euro sind laut Verwaltung bis auf 25.000 Euro verausgabt. Dabei hat die Gemeinde Fördermittel von 1,8 Millionen in Anspruch genommen. Insgesamt hat das Land NRW 880 Millionen Euro Fördermittel für den Breitbandausbau zur Verfügung gestellt.

Mit diesen Fähnchen war 2019 in der Bauerschaft Wext markiert, wo mal die Glasfaserkabel verlegt werden sollen.
Mit diesen Fähnchen war 2019 in der Bauerschaft Wext markiert, wo mal die Glasfaserkabel verlegt werden sollen. © Alex Piccin © Alex Piccin

Doch es gibt in Heek auch noch „Breitband-Baustellen“. Und die hängen mit zwei Gewerbegebieten zusammen. Ab 2014 wurden die ersten Gewerbegebiete mit Glasfaser versorgt. Doch aktuell fehlen laut Verwaltung noch zwei von fünf Gebieten. Im Gewerbegebiete Stroot und Düstermühlenweg sieht es noch mau mit dem Speed-Internet aus.

Leerrohre wurden vorsorglich verlegt

Aber im Rahmen der Erschließung der Ex-Hülsta-Fläche wurden Leerrohre von einem Telekommunikationsanbieter und der Gemeinde verlegt. Sobald die ersten Anschlüsse im Bereich Hülsta freigeschaltet sind, ist es laut Verwaltung geplant, eine erneute Nachfragebündelung in der Stroot durchzuführen. Eine solche durch die Firma Epcan im Bereich Düstermühlenweg fiel zuletzt erfolglos aus.

Für beide Bereiche könnte aber laut Verwaltung ein Förderverfahren im kommenden Jahr angestrebt werden. Dies könne, so die Überlegungen, möglicherweise die Hürde zum Anschluss an das Glasfasernetz überwinden, da die Anbieter unter Ausnutzung der Fördermittel die Wirtschaftlichkeitslücke erstattet bekämen. Die Detailplanung steht noch aus.

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