Vieles war bereits vorbereitet im Pastors Busch, doch der Heeker Weihnachtsmarkt fällt dieses Jahr erneut aus. © picture alliance/dpa
Pastors Busch

Überraschende Wende: Weihnachtsmarkt in Heek jetzt doch abgesagt

Erst die Zusage, jetzt das Aus. Der Heeker Weihnachtsmarkt wird erneut der Pandemie zum Opfer fallen. Am vergangenen Wochenende gab es eine zuletzt nicht absehbare Entwicklung. Ohne Ausweg.

Zweifel an der Ausrichtung, Zusage und jetzt doch das endgültige Aus. Der Weihnachtsmarkt im Pastors Busch wird dieses Jahr nicht stattfinden. Dabei hatte sich der Gewerbeverein Heek-Nienborg als Ausrichter zuletzt noch optimistisch gezeigt. Auch die Gemeinde gab bei 2G-Plus grünes Licht. Was also ist passiert?

Ein wenig auf verlorenem Posten stehen die Büdchen in dem kleinen Wäldchen. Bis auf ein paar Feinheiten ist bereits alles erledigt. Der Weihnachtsmarkt hätte am ersten Advent samt Vorabend steigen können. Doch am zurückliegenden Wochenende gab es eine unerwartete Entwicklung.

Unerwartete Entwicklung am Samstag

Am Samstag trafen sich Vertreter des Gewerbevereins und die Aussteller vor Ort. Schon zu diesem Zeitpunkt gab es vier Absagen seitens der Aussteller, wie die Vorsitzende des Gewerbevereins, Susanne Tombrink, jetzt im Gespräch mit der Redaktion berichtet.

Vor Ort hätten dann weitere Aussteller aufgrund der dynamischen Pandemieentwicklung einen Rückzieher gemacht. Weitere sollen sich unentschlossen gezeigt haben. „Auch der Nikolaus hat für Sonntag abgesagt“, sagt Susanne Tombrink.

Nach und nach haben Aussteller ihre Teilnahme wegen Corona abgesagt. Am Ende trafen alle Beteiligten gemeinsam die Entscheidung, das Event erneut abzusagen.
Nach und nach haben Aussteller ihre Teilnahme wegen Corona abgesagt. Am Ende trafen alle Beteiligten gemeinsam die Entscheidung, das Event erneut abzusagen. © Archiv © Archiv

In der Summe zu viele Rückzieher. Somit habe man, so Tombrink, einvernehmlich die Entscheidung getroffen, den Weihnachtsmarkt abzusagen. „Das ist natürlich bedauerlich, aber es muss sich in dieser Zeit auch niemand für ein ‚Nein‘ rechtfertigen.“

Der Tenor der Aussteller sei einfach gewesen, dass es sich angesichts der stark steigenden Infektionszahlen am Ende nicht richtig angefühlt hätte, so ein Event auszurichten. 2G-Plus-Kontrollen hin oder her.

Corona-Zahlen lassen keine Wahl

243,1 beträgt die Inzidenz (Stand 22. November) momentan. 1403 Personen sind im Kreis infiziert. Immer mehr Corona-Patienten müssen in den Kreiskrankenhäusern versorgt werden.

Zahlen, die einen unbeschwerten Weihnachtsmarkt einfach nicht zulassen würden, wie es Tombrink sagt. „Es ist eine Gemeinschaftsentscheidung aller, die man angesichts der Corona-Lage auch nicht hinterfragen sollte.“

Und obwohl die Entscheidung jetzt endgültig sei, ist noch kein Abbau der Buden erfolgt. Der Grund: Der Gewerbeverein hat das Angebot unterbreitet, bei einer etwaigen Ersatzveranstaltung als Unterstützer bereitzustehen. Nicht aber in der Verantwortung als Ausrichter.

Ob sich jemand findet, der ein Ersatzevent samt Sicherheitskonzept auf die Beine stellen will, ist noch unklar. Findet sich niemand, sollen die Büdchen am kommenden Freitag wieder abgebaut werden.

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