Verbrauchern geht es an den Kragen

Energiebericht 2008

HEEK Insgesamt 17 mehr oder weniger große öffentliche Gebäude befinden sich im Besitz der Gemeinde Heek – und verbrauchen Energie. Die Verbräuche in den Griff zu bekommen und Einsparpotenziale zu ermitteln, diesen Zwecken dient der Energiebericht.

von Von Manfred Elfering

, 27.11.2009, 16:35 Uhr / Lesedauer: 2 min
Das Bürgerhaus Eppingscher Hof ist eines von 17 öffentlichen Gebäuden, die sich im Besitz der Gemeinde Heek befinden und unterhalten werden müssen.

Das Bürgerhaus Eppingscher Hof ist eines von 17 öffentlichen Gebäuden, die sich im Besitz der Gemeinde Heek befinden und unterhalten werden müssen.

Der Schlüssel zum Vergleich der Energieverbräuche ist, Kennzahlen in den Bereichen Heizenergie, Strom und Wasser zu ermitteln und diese mit dem Bundesdurchschnitt in Bezug zu setzen. Dabei wird der tatsächliche Energieverbrauch in Kilowattstunden durch die Gebäudefläche in Quadratmetern geteilt. Es ergibt sich ein Prozentwert, der den energetischen Stand des Gebäudes ausdrückt. Wenn die Zahlen dann in Balkendiagramme umgesetzt sind, wird offensichtlich, wie sich die Verbräuche in den vergangenen Jahren entwickelt haben. Tendenzen oder plötzliche Spitzen lassen sich ablesen und begründen: Zum Beispiel im Fall eines neuen Platzwarts auf einem Sportgelände im Außenbereich, der aus Unkenntnis den Rasenplatz mit Stadtwasser sprengte, was zu einem echten „Ausreißer“ führte. Aber auch ansonsten geben die Diagramme interessante Aufschlüsse über das Wie und Warum auffällig hoher Energieverbräuche: Etwa bei den Grundschulen der Gemeinde, die durch die Einrichtung der Offenen Ganztagsschulen eine längere Nutzungsdauer aufweisen.

Oder bei der Kreuzschule, die – noch vor der Gemeindeverwaltung – an der Spitze der Stromverbraucher steht: Dies sei eindeutig der technischen Ausstattung auf hohem Niveau geschuldet, begründet etwa durch die Nutzung zahlreicher Schulungs-Computer. Dass gute Bildung jedoch ihren Preis hat, darüber waren sich Ausschussmitglieder und Verwaltung einig. In diesem Zusammenhang wies Bürgermeister Ulrich Helmich darauf hin, dass die Gemeinde rund ein Viertel ihres Strombedarfs durch regenerative Energien erzeuge. Denn: Die eigene Windkraftanlage holt 25 Prozent des Verbrauchs wieder herein.

Hinzu kommen die erfolgten Sanierungsmaßnahmen: In vier Gebäuden sind inzwischen die Wände neu isoliert worden, in zwölf Gebäuden die Fenster und Türen erneuert und in fünf Bauwerken die oberste Geschossdecke gedämmt worden – die effektivste Maßnahme überhaupt, wie Zuidinga feststellte. Weitere Sparpotenziale sah Zuidinga durch die Schließung so genannter „Heiznischen“, den Einbau von Wasserdurchflussbegrenzern sowie vor allem die Erneuerung von Heizkesseln und Brennern. Der Energiebericht 2008 ist demnächst auch im Internet abrufbar.

  • Gesamtaufwand an Energiekosten für die gemeindeeigenen Gebäude im vergangenen Jahr: 222.252 Euro.
  • Zwei Drittel davon entfielen auf Heizkosten, knapp ein Drittel auf Strom und lediglich fünf Prozent auf Wasser.
  • Größte Verbraucher aufgrund der intensiven Nutzung sind die Schulen der Gemeinde.
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