Verwüstungen im Stiegenpark Heek: Polizei weitet die Ermittlungen Stück für Stück aus

mlzVandalismus

Die Beseitigung der Vandalismusschäden auf dem Stiegenspielplatz im November kostete die Gemeinde etliche Hundert Euro. Die Täter hat die Polizei noch nicht ermittelt. Doch es geht voran.

Heek

, 08.01.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Knapp zehn Wochen liegen die Vandalismusvorfälle auf dem Stiegenspielplatz nun schon zurück. Etliche hundert Euro musste die Gemeinde investieren, um die zahlreichen Schäden zu reparieren. Und obwohl die Polizei auf Hochtouren ermittelt, konnten die Täter noch nicht identifiziert werden. Doch es geht Stück für Stück voran.

Denn es stehen neue, mutmaßlich vielversprechende, Vernehmungen an. „Die Vernehmungen vor Weihnachten haben die Ermittler auf neue Namen und Personen aufmerksam gemacht“, erklärt Polizeisprecherin Nadine Hermeling auf Anfrage. Diese Personen seien jetzt polizeilich vorgeladen worden.

Polizei hat mehrere Personen vorgeladen

„Das soll in der kommenden Woche über die Bühne gehen.“ Um wie viele Personen es sich genau handelt, dazu macht die Polizei aus ermittlungstechnischen Gründen keine Angaben.

Verwüstungen im Stiegenpark Heek: Polizei weitet die Ermittlungen Stück für Stück aus

Weil Zigarettenkippen und Scherben im Sandkasten lagen, wurde dieser sicherheitshalber komplett ausgetauscht. © Till Goerke (A)

Dass gleich mehrere Personen vorgeladen wurden und werden, verwundert nicht. Denn es liegt nahe, dass nicht nur eine Person, sondern eine Gruppe für die Verwüstungen verantwortlich sein dürfte. Und da gilt es eben zu klären, wer was gesehen und gemacht hat. Oder eben auch nicht. Noch sind viele Fragen offen.

Das Ausmaß der Verwüstung war nicht unerheblich

Nicht offen hingegen ist das Ausmaß der einstigen Verwüstungen. Glasscherben im Sandkasten, Graffitti-Schmierereien, abgetretene Mülleimer – die zum Teil im Stiegenteich landeten – und jede Menge Müll. Alles aber nicht unerheblich. Und ärgerlich für die Gemeindeverwaltung. Erst recht, weil die Holztischplatte und die dazugehörigen Bänke nur wenige Tage nach der Erneuerung direkt wieder zugeschmiert waren.

„Wir warten ein mögliche Strafverfahren ab.“
Bauamtsleiter Herbert Gausling

Die Gemeinde hat Strafanzeige bei der Polizei gestellt

Bislang ist die Gemeinde mit den Kosten für die Beseitigung der Schäden in Vorlage getreten. Werden jedoch die Täter ermittelt, dann wird die Gemeinde die Schäden geltend machen. Zivilrechtliche Schadensersatzpflicht nennt sich das. Darüber hinaus ist Sachbeschädigung laut Strafgesetzbuch ein Vergehen, das mit bis zu zwei Jahren Gefängnis und einer Geldstrafe sanktioniert werden kann.

Jetzt lesen

Doch soweit ist es noch lange nicht. Zwar hat die Gemeinde Strafanzeige bei der Polizei gestellt, aber deswegen schreiten die Ermittlungen auch nicht schneller voran. Doch warum dauern diese überhaupt so lange? Das hat unterschiedliche Gründe.

Verwüstungen im Stiegenpark Heek: Polizei weitet die Ermittlungen Stück für Stück aus

Die entstandenen Schäden auf dem Stiegenspielplatz wurden mittlerweile behoben. So wurden beispielsweise die abgetretenen Mülleimer wieder angebracht und die Schmierereien von der Wand des Unterstandes entfernt. © Till Goerke

Die Gemeinde wartet ein mögliches Strafverfahren ab

„Das liegt an der Anzahl der zu vernehmenden Personen und daran, dass nicht immer alle direkt zum Vernehmungsgespräch erscheinen oder um eine Verlegung bitten.“ Es sei auch nichts ungewöhnliches, dass die Ermittlungen bereits einige Wochen andauern, wie die Polizeipressesprecherin klarstellt. Und so lange die Ermittlungen laufen, so lange bleibt auch der Gemeinde nicht viel anderes übrig als abzuwarten.

Jetzt lesen

„Wir warten ein mögliches Strafverfahren ab“, sagt Bauamtsleiter Herbert Gausling. Und dieses Vorgehen habe nichts mit der verhältnismäßig geringen Schadenssumme zu tun, sondern sei einfach der geläufige Weg in solchen Angelegenheiten. Auch wenn es ärgerlich ist.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt

Die vorgeschriebene Geschwindigkeit um ein vielfaches überschritten hat ein Mann aus Gronau mit seinem Auto am Silvestertag in Nienborg auf der Eper Straße. Nicht ohne Folgen für den Raser. Von Till Goerke

Lesen Sie jetzt