Ein Bild aus dem Januar 2020: Die Heeker Kolpingsfamilie hatten bei der Tannenbaum-Sammelaktion alle Hände voll zu tun. Über 50 Helfer waren seinerzeit im Einsatz. © Sabrina Rottmann
Kolpingsfamilie Heek

Viele Auflagen: Kolping sammelt trotz Corona Weihnachtsbäume ein

Weihnachten ist Geschichte. Im Ortsteil Heek und den Bauerschaften Averbeck und Ahle sammelt die Kolpingsfamilie wieder die alten Tannenbäume ein. Doch wegen Corona wird vieles anders sein.

Weihnachten ist längst Geschichte und die (ehemals) geschmückten Tannenbäume haben ausgesorgt. Doch wohin damit? Im Ortsteil Heek sowie den Bauerschaften Averbeck und in Teilen Ahle übernimmt auch in diesem Jahr die Kolpingsfamilie Heek die Entsorgung. Am 16. Januar werden die Helfer im Sammeleinsatz sein. Wegen der Corona-Pandemie aber unter strengen Auflagen.

1976 ins Leben gerufen, wird sich die Kolping-Sammelaktion am Samstag, 16. Januar, bereits zum 46. Mal wiederholen. Die Traditionsveranstaltung lässt sich auch durch die Corona-Pandemie nicht ausbremsen. Doch auf die Art und Weise der Sammelaktion nimmt das Virus dann doch Einfluss. Schließlich muss alles absolut coronakonform ablaufen. Andernfalls hätte die Gemeinde im Vorfeld kein grünes Licht gegeben.

Alles ist mit dem Ordnungsamt besprochen

„Es ist alles mit dem Ordnungsamt besprochen worden“, stellt Kolping-Pressewart Norbert Wieland auf Anfrage der Redaktion klar. Bis ins kleinste Detail sei der Ablauf durchgeplant. „Es wird praktisch keinen persönlichen Kontakt geben“, so Wieland. Zudem gelten für die Helfer der insgesamt neun Sammelteams viele Hygieneauflagen.

So muss die Mund-Nasen-Maske immer getragen werden. Wird an den Türen für eine Spende geklingelt, geschieht das laut Konzept mit Handschuhen und der Abstand von zwei Metern zur Tür wird unmittelbar danach wieder eingenommen. Eine Spendenbox wird es in der klassischen Form auch nicht geben.

Kolping-Pressewart Norbert Wieland stellt klar, dass in diesem Jahr wegen Corona der Fokus nur auf dem Einsammeln der Bäume liegt.
Kolping-Pressewart Norbert Wieland stellt klar, dass in diesem Jahr wegen Corona der Fokus nur auf dem Einsammeln der Bäume liegt. © Privat © Privat

Stattdessen werden die Kolping-Helfer einen Apfelpflücker verwenden, in den die Spenden gelegt werden können. „So können wir garantieren, dass der Mindestabstand eingehalten wird“, sagt Norbert Wieland. Zudem bittet die Kolpingsfamilie darum, auf anderweitige Zuwendungen in Form von Getränken oder Snacks für die Helfer zu verzichten. „Baum einsammeln, Spende in den Pflücker legen und das war es in diesem Jahr“, stellt der Kolping-Pressewart klar.

Kontakt soll auf ein Minimum reduziert werden

Kein Smalltalk an der Haustür, kein Beisammensein der Helfer nach verrichteter Arbeit. Die volle Konzentration gilt der Sammelaktion als solche. „Natürlich ist es für alle unter den Bedingungen eine große Herausforderung, aber wir werden das meistern und die Spendengelder sind gerade in diesen schwierigen Zeiten besonders wichtig“, so Norbert Wieland.

Start für die Helfer ist am besagten Samstag um 12 Uhr an der Schirmschoppe auf dem Marktplatz in Heek. Die Leitung der Tannenbaumaktion hat wieder Walter Mieling inne. Nach einer „strikten Einweisung“ (O-Ton Wieland) durch die Teamleiter machen sich die Teams dann mit ausreichend Abstand zueinander auf den Weg, um die ausrangierten Weihnachtsbäume einzusammeln.

Tannenbäume gut sichtbar an die Straße legen

Wichtig sei, das betont Norbert Wieland, dass die Tannenbäume gut sichtbar an der Straße liegen. Fahrzeuge und Anhänger stellen wie schon in den Vorjahren Geschäfts- und Privatleute aus der Dinkelgemeinde. „Darüber sind wir natürlich wieder sehr froh.“

Übrigens sind die Spendengelder wieder für Bischof Ludger Alfert und die vielen Hilfsprojekte in Paraguay bestimmt. 2020 kam die beachtliche Summe von 8500 Euro zusammen. Eine Wiederholung ist auch 2021 das erklärte Ziel. Für die Realisierung sind dann am 16. Januar letztlich alle „besuchten“ Heeker mit ihrer Spendenbereitschaft gefragt.

Aktionen auch in Nienborg und Ahle

  • In Nienborg organisiert das Jugendhaus Zak die Tannenbaumaktion 2021. Am 16. Januar ab 9 Uhr sind die Helfer unterwegs. Aufgrund der geltenden Coronaregeln sollen die Einwohner die Bäume an der Straße platzieren und den Kontakt zu den Helfern der Tannenbaumaktion vermeiden. Die Helfer werden keine Bäume von privaten Grundstücken abholen. Wer spenden möchte, kann einen Umschlag oder ähnliches an seinem alten Weihnachtsbaum befestigen.
  • Außerdem werden noch tatkräftige Jugendliche gesucht, die bei der Tannenbaumaktion mitmachen möchten. Für die Helfer wird es eine kleine Verköstigung und Getränke geben, selbstverständlich unter Einhaltung der geltenden Coronaschutzverordnung.
  • Die Ahler Landjugend sammelt ausgediente Tannenbäume bereits am 9. Januar ein. Ab 9 Uhr sollten die Bäume gut sichtbar draußen hingelegt werden. Mögliche Spenden sollten auch hier an den ausgedienten Tannenbaum gebunden werden. Ein Teil der Spenden wird für den guten Zweck gespendet.
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